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19.02.2013
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Fertiggerichte
Pferdefleisch auch in Nestlé-Produkten

Nestlé-Zentrale im Schweizerischen Vevey: Ravioli und Tortellini mit Pferdefleisch gefüllt
DPA

Nestlé-Zentrale im Schweizerischen Vevey: Ravioli und Tortellini mit Pferdefleisch gefüllt

Der Pferdefleischskandal hat Nestlé erreicht: Der weltgrößte Lebensmittelkonzern hat zwei Fertiggerichte in Italien und Spanien aus dem Verkauf genommen. In Deutschland haben sich die Verbraucherminister nun auf eine Verschärfung der Kontrollen geeinigt.

Berlin/London - Bei Tests des Unternehmens seien Spuren von Pferde-DNA nachgewiesen worden, teilte Nestlé mit. Betroffen seien zwei Produkte, die aus Rindfleisch eines deutschen Zulieferers produziert worden seien. Die in Italien und Spanien verkauften Sorten Buitoni-Rindfleischravioli und Rindfleischtortellini seien daraufhin sofort freiwillig vom Markt genommen worden.

In Deutschland würden diese Gerichte nicht vertrieben. Auch bestehe kein Sicherheitsrisiko. "Der heutige Rückruf einiger fleischhaltiger Produkte von Nestle in mehreren europäischen Ländern hat keine Auswirkungen auf den deutschen Markt", erklärte der Konzern, der außerdem ankündigte, auch ein in Frankreich produziertes tiefgekühltes Fleischprodukt für das Gastgewerbe aus dem Handel zu nehmen.

Die Funde hätten über dem Schwellenwert von einem Prozent gelegen, hieß es weiter. Dieser Wert gelte für die britische Lebensmittelaufsichtsbehörde als Hinweis auf wahrscheinlichen Betrug oder grobe Fahrlässigkeit. "Wir haben die deutschen Behörden entsprechend informiert."

Nestlé Chart zeigen erklärte, sämtliche Lieferungen von Fertiggerichten gestoppt zu haben, die Rindfleisch enthalten hätten, das von dem betroffenen deutschen Zulieferer bezogen worden sei.

Verbraucherminister wollen höhere Strafen durchsetzen

In Deutschland und zahlreichen anderen europäischen Ländern waren jüngst Spuren von Pferdefleisch in Millionen Fertiggerichten entdeckt worden. Betroffen waren hierzulande große Supermarktketten wie Edeka, Aldi, Kaiser's Tengelmann, Lidl und der Tiefkühl-Heimlieferservice Eismann. Entdeckt wurde Pferdefleisch in Tiefkühl-Lasagne-Produkten, teils aber auch in Ravioli, Tortelloni oder Dosengulasch.

Die Verbraucherminister von Bund und Ländern hatten sich am Montag angesichts des aktuellen Skandals auf eine Verschärfung der Kontrollen und ein Paket gegen Lebensmittelbetrug verständigt. Sie vereinbarten etwa eine zentrale Internetseite mit Informationen über Produktrückrufe. Geprüft werden sollen eine Ausweitung der Meldepflicht für Lebensmittelunternehmen bei einem Verdacht auf Täuschungsfälle sowie höhere Strafen und Geldbußen für Betrüger. Deutschland will sich in der EU für eine Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Fleischprodukte einsetzen.

Das volle Ausmaß des Skandals um Fertigprodukte, die entgegen den Verpackungsangaben Pferdefleisch enthielten, ist bislang nicht klar. Die Untersuchungen sind umfangreich, da an der Produktion viele Unternehmen beteiligt sind und diese in mehreren EU-Ländern ihren Sitz haben. Bis zum fertigen Produkt haben die Waren oft mehrere Ländergrenzen passiert.

mg/rtr/afp

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