Montag, 26. September 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Schwaches Wachstum Otto fällt weiter hinter Amazon und Zalando zurück 

Otto-Model Palina Rojinski: Die Versandhandelsgruppe wird im Geschäftsjahr 2011/12 wohl nur einen mageren Gewinn von 200 Millionen Euro einstreichen

Das Hamburger Handelshaus Otto verliert in Deutschland kräftig Marktanteile. Während der gesamte Versandhandelsmarkt um mehr als 15 Prozent wächst, schafft die Gruppe nur ein mageres einstelliges Plus. Vor allem im Internetgeschäft fällt Otto zurück.

Hamburg - Die Otto-Gruppe wird im Geschäftsjahr 2012/13, das am 28. Februar endet, nur im einstelligen Prozentbereich wachsen. Hingegen legte der gesamte Markt nach einer Erhebung des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels 2012 um 15,6 Prozent zu. Die E-Commerce-Aktivitäten in Deutschland stiegen sogar um mehr als ein Viertel.

Wie das manager magazin in seiner jüngsten Ausgabe (Erscheinungstermin: 15. Februar) berichtet, wird Otto im Geschäftsjahr 2012/13 einen Gewinn vor Steuern von rund 200 Millionen Euro erzielen - keine 2 Prozent vom Umsatz, der weltweit auf etwa zwölf Milliarden Euro steigen wird.

Amazon, der international größte Onlineanbieter, hat vergangenes Jahr seinen Umsatz in Deutschland um 21 Prozent ausgeweitet. Wettbewerber Zalando verdoppelte die Erlöse.

Die beiden E-Commerce-Spezialisten machen Otto mit besserem Kundenservice, aggressiven Marketingkampagnen und niedrigen Preisen zu schaffen. Sie geben sich zugunsten eines schnellen Wachstums mit geringen Gewinnen zufrieden (Amazon) oder nehmen sogar hohe Verluste hin (Zalando). Otto-Vorstandsvorsitzender Hans-Otto Schrader lehnt es hingegen ab, Marktanteile zu kaufen.

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH