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22.01.2013
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Abschied von der Börse
Thalia brockt Douglas Millionenverlust ein

Thalia-Filiale: Der Boom des Onlinehandels setzt der Buchhandelskette schwer zu
DDP

Thalia-Filiale: Der Boom des Onlinehandels setzt der Buchhandelskette schwer zu

Ein schöner Abgang sieht anders aus: Der Boom des Online-Handels und der E-Books schwächt die Buchtochter Thalia und bescherte dem Handelskonzern Douglas im Geschäftsjahr 2012/13 ein dreistelliges Millionenminus. Nun zieht sich Douglas von der Börse zurück.

Düssseldorf - Der Handelskonzern Douglas Chart zeigen kehrt der Börse nach einem Verlustjahr 2011/12 und einem unter den eigenen Erwartungen liegenden Weihnachtsgeschäft den Rücken. Im vergangenen Geschäftsjahr habe Douglas unter anderem wegen der teuren Neuausrichtung der Buchhandelstochter Thalia einen Verlust von 109,9 Millionen Euro angehäuft, teilte der Konzern mit. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Gewinn von 87 Millionen Euro in den Büchern.

Auf eine Dividende müssen die Douglas-Anteilseigner angesichts des Sturzes in die Verlustzone wie erwartet verzichten. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2012/13 mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft verzeichnete der Konzern ein leichtes Umsatzplus von 1,6 Prozent und legte Douglas-Chef Henning Kreke zufolge damit eine "einigermaßen solide Basis" für die Zukunft.

Neues Kapitel in der Douglas-Geschichte

Der Handelskonzern mit seinen Douglas-Parfümerien, Christ-Schmuckgeschäften, Hussel-Confiserien und Thalia-Buchhandlungen steht vor seinem Abschied von der Börse. Der Finanzinvestor Advent und die Gründerfamilie Kreke wollen die verbliebenen Kleinaktionäre herausdrängen. Mit einem Übernahmeangebot haben sie bereits über 95 Prozent der Aktien eingesammelt.

Douglas schlage nun ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf, erklärte Douglas-Chef Kreke im nun vorgelegten Geschäftsbericht. Mit einer neuen und stabilen Eignerstruktur solle die Gruppe ihre Marktposition nun "ohne den Blick auf eine kurzfristige Quartalsdenke" stärken.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 hatte der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) am unteren Ende der Bandbreite von 200 bis 250 Millionen Euro prognostiziert. Er landete nun bei einem Ebitda von 201,2 Millionen Euro. Im neuen Geschäftsjahr will Kreke diese Ergebniskennziffer leicht steigern.

wed/rtr

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