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17.01.2013
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Möbelkauf im Internet
Samwer-Brüder mischen den Möbelmarkt auf

Von Mirjam Hecking

Netzeinrichter: Wo man im Internet stylishe Möbel bekommt
Fotos
home24

Das Geschäft mit Möbeln gilt für Online-Händler nicht mehr nur als lukrative Nische, sondern als wachsender Markt. Schon mischen Deutschlands Promi-Internetinvestoren mit - die Samwer-Brüder. Wenn der traditionelle Handel weiter zögert, könnte es für ihn bald zu spät sein.

Hamburg - Die Kampfansage an die Branche kam in Form eines gewaltigen Hinterns. Ihm, dem "Arsch der Welt", hatten die Werber für den Onlinemöbelversender Home24 in ihrem Werbespot eine tragende Hauptrolle zugedacht. Wieso zum Möbelkaufen auf die grüne Wiese fahren, so die Botschaft der Werber, wenn man sich das Mobiliar auch versandkostenfrei nach Hause bestellen kann?

Bei den Hintern ist es nicht geblieben. Auch designaffine Nonnen geistern mittlerweile bei ProSieben, Sat.1 und anderen Privatsendern durchs Werbeprogramm, um kauffreudige Kunden ins Netz zu locken.

Die Möbelbranche sei nach dem Klamottenversand das letzte Milliarden-Dollar-Geschäft, schrieb Internet-Investor Oliver Samwer vor etwas mehr als einem Jahr in einer Mail an seine Mitarbeiter. Sein Optimismus überrascht nicht: Samwer mischt über die Firma Rocket Internet bei einer ganzen Reihe von Online-Möbelversendern mit.

Doch es sind Zweifel angebracht, ob sich mit Möbelverkauf über das Internet der große Reibach machen lässt. Zwar werden die Einrichtungshäuser an den Stadträndern immer größer und bombastischer. Doch der Umsatz pro Quadratmeter hält damit nicht annähernd Schritt.

"Eine Rabattitis, schlimmer als in der Autobranche"

Um schmale 2 Prozent wuchs der Markt laut Branchenverband BVDM im vergangenen Jahr. Kaum ein Prospekt der nicht mit Rabatten von 30,40 oder sogar 50 Prozent lockt. Im Markt grassiere Rabattitis, schlimmer als in der Autobranche, diagnostizierte kürzlich Timo Renz von der Münchener Unternehmensberatung Wieselhuber und Partner.

Erfolgreich sind dabei vor allem einige wenige, die das Gros des deutschen Marktes unter sich aufteilen. Zwischen 40 und 45 Prozent des Umsatzes entfallen in Deutschland auf die Top10.

Allen voran Ikea. Die Schweden machen mit rund 3,7 Milliarden Euro fast 13 Prozent des Umsatzes des Gesamtmarktes. Auf Platz zwei rangiert mit rund zwei Milliarden Euro der Möbelhändler Höffner, vor der Lutzgruppe, Porta, Roller, Pocco und Segmüller und dem Versandhändler Otto.

Und für Onlineversender gibt es auch noch einen zusätzlichen Haken: Sie müssen ihren Kunden kostenlose Retouren bieten.

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