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05.01.2013
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600 Geschäfte
Neustart von Ex-Schlecker-Filialen im Frühjahr

Leere Schlecker-Filiale: Investor Haberleitner kündigt Wiedereröffnung einiger Ex-Schlecker-Geschäfte unter anderem Namen im Frühjahr 2013 an
REUTERS

Leere Schlecker-Filiale: Investor Haberleitner kündigt Wiedereröffnung einiger Ex-Schlecker-Geschäfte unter anderem Namen im Frühjahr 2013 an

Es war die größte Pleite in der Geschichte der Bundesrepublik, viele Ex-Schlecker-Angestellte suchen derzeit noch neue Jobs. Jetzt rückt nach Medieninformationen die Wiedereröffnung Hunderter Filialen näher. Österreichs Investor  Rudolf Haberleitner drückt aufs Tempo.

Düsseldorf - Ein Jahr nach der Pleite der Drogeriemarktkette Schlecker werden die Pläne zum Neustart Hunderter ehemaliger Filialen konkret. Der Wiener Investor Rudolf Haberleitner bekräftigte das gegenüber der "Wirtschaftswoche", im Frühjahr die ersten von rund 600 Filialen in Deutschland wiedereröffnen zu wollen. Bereits in den kommenden vier Wochen sollen erste Testmärkte in Süddeutschland unter dem Namen "Dayli" ihre Türen aufsperren.

"Wir haben uns bereits mehr als 400 Standorte gesichert und Vorverträge mit den Vermietern abgeschlossen", sagte Haberleitner. Weitere Mietverträge sollten folgen. Zudem verhandelt der Unternehmer nach Angaben der "Wirtschaftswoche" mit der Insolvenzverwaltung über den Kauf der ehemaligen Logistikzentrale von Schlecker im baden-württembergischen Ehingen.

Haberleitner übernahm bereits 1400 Schlecker-Filialen in anderen Staaten und gab ihnen neue Namen - unter anderem in Österreich, Belgien und Italien. Der Verkauf von Drogeriewaren soll Kern der Geschäfte bleiben. Neu hinzu kommen aber Postdienstleistungen oder etwa Fertiggerichte.

Der Schlecker-Filialenkäufer Tap 09, hinter dem der Wiener Unternehmensberater Rudolf Haberleitner steht, bezeichnet sich selbst als von Banken und Finanzmärkten unabhängige "Turnaround Plattform", deren Ziel der günstige Erwerb "von Mehrheitsbeteiligungen an Substanzunternehmen mit aktuellen Liquiditätsproblemen" sei.

Bekannter österreichischer Investor

In der österreichischen Wirtschaft ist Haberleitner kein Unbekannter. Vor einigen Jahren wollte er Presseberichten zufolge mit einem Konsortium bereits die damals angeschlagene Buchhandelskette Libro übernehmen. Damals kam die Management Trust Holding (MTH), um den Ex-Politiker Josef Taus zum Zuge, mit der Haberleitner auch um Schlecker-Filialen konkurrierte.

Die Mögliche Wiedereröffnung - wenn auch unter anderem Namen und mit modifiziertem Verkaufskonzept - ehemaliger Schleckerr-Filialen dürfte bei den Ex-Schlecker-Angestellten aufmerksam registriert werden. Denn gut ein halbes Jahr nach den beiden Entlassungswellen bei der untergegangenen Drogeriemarktkette Schlecker haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit erst knapp 40 Prozent der früheren Beschäftigten wieder einen neuen Job gefunden. Von den 23.400 Entlassenen seien inzwischen mehr als 9000 wieder in Arbeit, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise kurz vor dem Jahreswechsel.

kst/dapd/dpa

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