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04.01.2013
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Kaum Fortschritt
Einzelhandel ärgert sich über maues Plus

Kleineres Plus als erhofft: Deutschlands Einzelhandel erwirtschaftete im Vorjahr kaum mehr als im Jahr 2011
DPA

Kleineres Plus als erhofft: Deutschlands Einzelhandel erwirtschaftete im Vorjahr kaum mehr als im Jahr 2011

Es waren beste Voraussetzungen, doch unter dem Strich ist in den Kassen der deutschen Einzelhändler in 20212 nicht viel mehr Geld als in den Vorjahren gelandet - und das trotz steigender Beschäftigung hierzulande und parallel deutlich steigender Löhne.

Wiesbaden - Die deutschen Einzelhändler haben 2012 trotz Rekordbeschäftigung und höherer Löhne ihre Umsätze weniger stark gesteigert als in den beiden Vorjahren. Die Händler verkauften nach ersten Schätzungen zwischen 1,9 und 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2011 hatte es noch ein Plus von 2,7 und 2010 von 2,6 Prozent gegeben - das war allerdings auch das beste Konsumjahr hierzulande im Laufe des gesamten Jahrzehnts.

Bedenklich indes: Bereinigt um Preissteigerungen erwarten die Statistiker sogar einen leichten Rückgang von bis zu 0,3 Prozent - es wäre der erste seit 2009. Und das trotz eines offenbar recht gut gelaufenen Weihnachtsgeschäfts.

Die Firmen nahmen 1,6 Prozent mehr ein als im Oktober, bereinigt um Preissteigerungen lag der Anstieg bei 1,2 Prozent. Das ist das stärkste Plus seit März. Viele Experten hatten lediglich mit einem preisbereinigten Anstieg von 0,8 Prozent verglichen mit Oktober gerechnet. Allerdings hatten die Händler im Vormonat auch noch einen Dämpfer hinnehmen müssen. Im Vergleich zum November 2011 stieg der Umsatz um 1,6 Prozent, während er real um 0,9 Prozent schrumpfte.

"Damit wird das Minus aus dem Oktober zwar korrigiert", kommentierte Commerzbank-Expertin Ulrike Rondorf das Ergebnis. "Auf der anderen Seite unterstützen die Einzelhandelsdaten weiterhin unsere Prognose, dass Deutschlands Wirtschaft im vierten Quartal geschrumpft ist." Und Unicredit-Experte alexander Koch ergänzt:"Die Frühindikatoren wie der Ifo-Index geben aber Grund zur Hoffnung, dass es nur eine vorübergehende Delle sein wird und eine Rezession ausbleibt."

Schlechter lief es im Jahr 2012 offenbar vor allem für Waren- und Kaufhäuser, die 4,2 Prozent weniger einnahmen als im Vorjahr. Im Internet- und Versandhandel lag das Minus bei 2,4 Prozent. Deutlich besser lief es dagegen für Supermärkte, die 4,7 Prozent mehr Umsatz machten, und für Bücher- und Schmuckhändler mit einem Plus von 1,2 Prozent. Von Januar bis November hatten die Firmen insgesamt 2,3 Prozent mehr in den Kassen.

kst/rtr

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