Dienstag, 31. März 2015

Nach Insolvenz 60 Prozent der Schlecker-Frauen noch ohne Job

Ehemalige Schlecker-Filiale in Hannover: 23.400 Mitarbeiter mussten gehen

Ein halbes Jahr nach dem endgültigen Aus von Deutschlands einst größter Drogeriemarktkette haben mehr als 60 Prozent der ehemaligen Schlecker-Mitarbeiterinnen noch keine neue Stelle gefunden. 9000 Schlecker-Frauen indes haben mittlerweile einen neuen Arbeitgeber - oder sich sebstständig gemacht.

Nürnberg/Ulm - Gut ein halbes Jahr nach den beiden Entlassungswellen bei der untergegangenen Drogeriemarktkette Schlecker haben knapp 40 Prozent der früheren Beschäftigten wieder einen neuen Job gefunden. Von den 23.400 Entlassenen seien inzwischen mehr als 9000 wieder in Arbeit; 90 frühere Schleckerfrauen hätten sich selbstständig gemacht, sagte der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, in einem dpa-Gespräch. Rund 2300 Frauen hätten sich aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr länger arbeitslos gemeldet.

Von den 11.900 ehemaligen Schlecker-Beschäftigten, die noch immer auf Arbeitssuche seien, hätten rund 7800 im Zuge der zweiten Entlassungswelle nach dem 1. Juni ihre Arbeit verloren. Dass gerade von diesen noch verhältnismäßig viele arbeitslos seien, überrasche ihn nicht, sagte Weise. "In den ersten drei Monaten nach der Entlassung bewegt sich erst einmal wenig."

Viele der früheren Schlecker-Frauen hätten beispielsweise gehofft, dass ihre frühere Filiale von einem neuen Investor übernommen und weitergeführt wird, erläuterte Weise. Sie hätten deshalb zunächst gezögert, sich auf einen anderen Arbeitsplatz zu bewerben.

krk/dpa

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