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12.12.2012
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Schnäppchenkrieg
Markenhersteller proben Aufstand gegen Ebay und Amazon

Von Mirjam Hecking

Schnäppchenkrieg: Welche Hersteller sich gegen die Preisdrücker wehren
Fotos

Günstig und nach ein paar Klicks direkt nach Hause geliefert - Schnäppchen aus dem Internet machen nicht nur dem Einzelhandel das Leben schwer. Auch Markenherstellern sind sie ein Dorn im Auge. Sie blasen nun zum Angriff auf Ebay, Amazon und Co.

Hamburg - Die Nachricht kurz vor Weihnachten dürfte Dieter Liebler die Laune verhagelt haben. Zwar stürmten am sogenannten Black Friday, dem Tag nach Thanksgiving, wohl mehr Kunden als im Vorjahr die US-Geschäfte. In den Kassen war davon allerdings wenig zu spüren. Gekauft wurde nämlich günstig im Internet - wo die Verkaufszahlen um rund 20 Prozent zulegten.

Eine Entwicklung, die auch Sternjakob-Geschäftsführer Liebler missfällt. Zwar dürfte der US-Markt für den Hersteller von Scout-Schulränzen eher zweitrangig sein. Den ständigen Preisdruck aus dem Internet bekommt der Markenhersteller aber auch in Deutschland zu spüren.

Um bis zu 30 Prozent niedriger als im Fachhandel bietet zum Beispiel der Berliner Händler Wolfgang Anders die Produkte der Frankenthaler im Internet an - inklusive kostenlosem Versand. Entsprechend blendend läuft das Geschäft. "Es geht den Leuten nur um den Preis", sagt Anders.

Bei vielen Markenproduzenten regt sich angesichts solcher Internetschnäppchen nun Widerstand. Sie fürchten um ihr Image - und einen Preisverfall ihrer Produkte. Gleich mehrere Markenhersteller haben daher dem zunehmenden Preiskampf im Internet den Kampf angesagt und ziehen nun Schutzwände gegen die Billigangebote im Internet hoch.

Schutzwälle gegen Billigangebote im Netz

Ganz vorne dabei: Die Sportartikelhersteller. Gleich eine ganze Reihe von ihnen hat zum Angriff auf die Billiganbieter im Netz geblasen - und stellt neue Regeln für den Handel mit ihren Produkten auf - unter ihnen Adidas Chart zeigen , der Rucksackanbieter Deuter, der Bergschuhspezialist Lowa, sowie der Outdoorausrüster Schoeffel.

Sie alle wollen sich gegen Ramschpreise im Internet wehren. Weil Vorschriften beim Preis wettbewerbsrechtlich extrem problematisch sind, bedienen sie sich eines juristischen Kniffs: Sie machen den Händlern Auflagen, wie sie die Produkte präsentieren müssen. Halten diese sich nicht daran, gibt es für sie ganz einfach keine Ware mehr.

So schreibt Lowa seinen Händlern beispielsweise nicht nur vor, welche Beratungsangebote sie ihren Kunden bieten müssen. Die Händler müssen den Schuh, den sie verkaufen, auch auf Lager haben und dürfen die Ware nicht in Preisroboter eingeben, ohne zu wissen, wann sie zu welchem Preis verkaufen.

Drittplattformen wie Ebay Chart zeigen , Amazon Chart zeigen oder der DHL-Ableger meinpaket.de sind ebenfalls tabu. Andere Hersteller liefern grundsätzlich nicht mehr an Anbieter, die nicht auch ein eigenes stationäres Geschäft betreiben.

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