Montag, 27. April 2015

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Auktion 250.000 Euro für Schlecker-Inventar

Schlecker-Versteigerung in Ehingen: Mehrere tausend Einzelstücke kamen unter den Hammer
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Schlecker-Versteigerung in Ehingen: Mehrere tausend Einzelstücke kamen unter den Hammer

Die Versteigerung von Einrichtungsgegenständen der Schlecker-Filialen hat dem Insolvenzverwalter der Drogeriekette rund 250.000 Euro in die Kasse gespült. Angesichts der Milliardenforderungen der Gläubiger ist das allerdings nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Ehingen - Die Versteigerung des Inventars bei der Drogeriekette Schlecker hat rund 250.000 Euro in die Insolvenzkasse gespült. Das Geld diene dazu, die Ansprüche der Gläubiger zumindest teilweise zu bedienen, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz.

Handwerker und Einzelhändler hatten sich am vergangenen Mittwoch im ehemaligen Schlecker-Zentrallager in Ehingen an der Auktion beteiligt. Unter den Hammer kamen zum Beispiel Elektrogeräte und Werkzeuge aus den firmeneigenen Werkstätten und Regale aus den Schlecker-Läden - insgesamt mehrere tausend Einzelstücke. Für alle habe sich ein Käufer gefunden.

Im Vergleich zu den gewaltigen Forderungen gegen Schlecker ist der Auktionserlös aber eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Gläubiger verlangen Angaben der Insolvenzverwaltung zufolge mehr als eine Milliarde Euro. Die Versteigerung sollte deshalb vor allem dazu dienen, die 13 Regionallager zu leeren, für die ein Makler im Moment nach Käufern sucht. Der Verkauf der Immobilien werde nun forciert, sagte der Sprecher.

Die Lichter bei Schlecker waren Ende Juni endgültig ausgegangen, in Deutschland verloren etwa 25.000 Menschen ihren Job.

mg/dpa-afx

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