Sonntag, 29. März 2015

Rudolf Haberleitner Österreicher will 600 Schlecker-Filialen

Schluss bei Schlecker: Mitarbeiter mussten Ladenlokale schließen

Kommt noch einmal Bewegung in die Konkursentwicklung bei Schlecker? Der österreichische Investor Rudolf Haberleitner hat offenbar plötzlich Interesse an gleich 600 Filialen des ehemaligen Drogeriefilialisten Schlecker in Deutschland. Bis zu 3000 Mitarbeiter könnte er

Düsseldorf - Der österreichische Investor Rudolf Haberleitner will im kommenden Jahr etwa 600 ehemalige Filialen der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker in Deutschland wiederbeleben. "Ich gehe davon aus, dass wir Ende nächsten Jahres, abhängig von der Geschwindigkeit unserer Expansion, in Deutschland bis zu 3000 Mitarbeiter beschäftigen werden", sagte Haberleitner in einem am Freitag auf "Handelsblatt Online" veröffentlichten Interview.

Der 67 Jahre alte Wiener ist ein erfahrener Firmensanierer. Er hatte im August bereits 1350 Filialen in Österreich und einigen anderen europäischen Ländern vom Schlecker-Insolvenzverwalter übernommen. Die Geschäfte mit dem Namen "Dayli" bieten neben Drogerieartikeln auch Lebensmittel sowie die Vermittlung von Dienstleistungen und E-Commerce an. Mit dem gleichen Konzept sollen auch die ehemaligen deutschen Schlecker-Filialen wiederbelebt werden.

Schlecker hatte im Januar Zahlungsunfähigkeit angemeldet und war letztlich zerschlagen worden. Zum Zeitpunkt der Insolvenz hatte die Kette allein in Deutschland noch rund 5000 Filialen. Mehr als 10.000 vor allem weibliche Beschäftigte verloren ihre Jobs. Am vergangenen Mittwoch war noch ein Großteil des Inventars wie Regale oder Gabelstapler versteigert worden.

kst/dapd

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