18.07.2012
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Gewinnwarnung
Konsumflaute macht Puma zu schaffen

Puma: "Es ist uns nicht verborgen geblieben, dass Puma schon mal heißere Tage hatte"
DPA

Puma: "Es ist uns nicht verborgen geblieben, dass Puma schon mal heißere Tage hatte"

Im zweiten Quartal lief das Geschäft in Europa derart schlecht, dass der Sportartikelhersteller seine Umsatz- und Gewinnprognose reduzieren musste. Doch neben der Konsumflaute gibt es bei Puma auch hausgemachte Probleme.

Herzogenaurach - Der Sportartikelhersteller Puma kommt wegen des schwachen Europa-Geschäfts ins Straucheln und muss seine Prognose für 2012 nach unten revidieren. Im ersten Halbjahr seien das operative Ergebnis (EBIT) und der Konzerngewinn nach vorläufigen Berechnungen um etwa 11 beziehungsweise 13 Prozent niedriger ausgefallen als im Vorjahr, teilte Puma am Mittwoch mit.

Zugleich stieg der Umsatz um 8,8 Prozent. Das Management will deshalb nun den Sparkurs verschärfen und den Konzernumbau beschleunigen. Dies wird sich auch in der Bilanz des Gesamtjahres niederschlagen: Puma reduzierte sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnprognose für 2012.

Durch die Einmalkosten für den Umbau von rund 100 Millionen Euro und die schwächere Geschäftsentwicklung werde der Konzerngewinn 2012 "deutlich" unter den Vorjahreswert von 230 Millionen Euro sinken, hieß es in der Mitteilung. Zudem werde sich das Umsatzwachstum verlangsamen. Statt im hohen einstelligen Bereich dürften die Erlöse im Gesamtjahr jetzt nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.

Gedämpfte Nachfrage in Europa

"Es ist die weiterhin gedämpfte Verbrauchernachfrage insbesondere in Europa, die uns stärker beeinträchtigt hat", erläuterte Firmensprecher Ulf Santjer. Für Puma hat der europäische Markt seit jeher eine besonders große Bedeutung. Das Unternehmen will sein bereits bestehendes Transformationsprogramm jetzt beschleunigen, "um die Kostenbasis zu straffen und die Effizienz in der Organisation, bei Prozessen und Systemen zu erhöhen".

Welche Folgen die Pläne für die weltweit rund 10.800 Mitarbeiter hat, wurde zunächst nicht bekannt. Der Adidas-Konkurrent will am 26. Juli seine Zahlen für das zweite Quartal vorlegen und weitere Details zum Konzernumbau bekanntgeben.

Aktie gibt deutlich nach

Die Börse reagierte unmittelbar: Die Aktie von Puma Chart zeigen stürzte bis zum Mittag um mehr als 5 Prozent ab - am Vortag wurde sie noch für knapp 226 Euro gehandelt. Puma wird vom französischen Luxusgüterkonzern PPR Chart zeigen kontrolliert.

Experten sehen aber auch hausgemachte Probleme. Puma habe zu wenige Innovationen auf den Markt gebracht, kritisiert etwa Analyst Andreas Riemann von der Commerzbank. Christian Hamann von der Hamburger Sparkasse ergänzt: "Puma hat immer sehr auf die Modeschiene gesetzt und ist damit auch lange Zeit gut gefahren." Allerdings sei darüber der eigentliche Kern der Marke - der Sport - vernachlässigt worden.

Puma-Chef Franz Koch hatte bereits im Februar eingeräumt: "Es ist uns nicht verborgen gelieben, dass Puma schon mal "heißere" Tage hatte". Um das zu ändern, will Koch die Wurzeln des Unternehmens im Sport besser pflegen und wieder stärker zwischen funktionalen Sportprodukten sowie modischer Kleidung und Schuhen unterscheiden.

Ein cleverer Schachzug ist Puma bereits geglückt: Seit diesem Monat präsentiert der Deutsche Meister Borussia Dortmund das Raubkatzenlogo auf Trikots und Schuhen. Selbst die Konkurrenz räumt hinter vorgehaltener Hand neidvoll ein, dass dies ein echter Coup sei. Außerdem nahmen die Franken vier internationale Profis unter Vertrag.

la/dpa

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