Seatte - Der Expansionskurs von Starbucks hat der US-Kaffeehauskette im ersten Quartal des Geschäftsjahres ein Gewinnplus in Höhe von 10 Prozent beschert. Der Nettogewinn im Zeitraum von Oktober bis Dezember lag bei 382,1 Millionen Dollar (292 Millionen Dollar) oder 50 Cent pro Aktie, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte der Gewinn 346,6 Millionen Dollar oder 45 Cent je Aktie betragen.
Das Wachstum kam allerdings nicht global gleich verteilt zustande. In Europa tut sich die US-Kette vergleichsweise schwer. Während die Kunden im Rest der Welt zuletzt offenbar regelrecht in die Starbucks-Läden geströmt sind, legten die sogenannten vergleichbaren Verkäufe in der Region Europa, Naher Osten, Russland und Afrika im ersten Geschäftsquartal nur um magere 2 Prozent zu. Zum Vergleich: Weltweit betrug das Wachstum ohne Neueröffnungen 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Das mäßige Wachstum war letztlich aber nur ein Schönheitsfehler. "Wir laufen auf Hochtouren", stellte Konzernchef Howard Schultz am Donnerstag fest. Dank zahlreicher neuer Läden stieg der Gesamtumsatz um 16 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar, das sind umgerechnet 2,6 Milliarden Euro. Starbucks übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die von einem Gewinn von 49 Cent pro Aktie und einem Umsatz von 3,29 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Nach Angaben von Schultz hat Starbucks niemals zuvor so gut verdient.
"Starbucks
baut seine globale Präsenz weiter aus", kündigte Schultz dann auch an. Alleine in den vergangenen drei Monaten kamen 241 neue Filialen hinzu, womit die Gesamtzahl jetzt bei 17.244 liegt. In Europa und den angrenzenden Gebieten seien es 1783. Zudem wird es nach Ansicht des Unternehmens immer populärer, Starbucks-Spezialitäten Zuhause zu genießen. Viele Sorten gäbe es inzwischen abgepackt im Supermarkt zu kaufen
kst/apd/dpa-afx
© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH