Freitag, 16. November 2018

Bester Geschäftsbericht 2008 Auf dem Prüfstand

Das Bewertungsverfahren im mm-Wettbewerb "Die besten Geschäftberichte" ist in seiner Gründlichkeit und Ausgewogenheit einzigartig. Drei wissenschaftliche Gutachterteams untersuchen unabhängig voneinander die Berichte. Eine Jury prüft abschließend noch einmal die besten Reports.

Die Arbeit der mm-Tester beginnt schon lange bevor der erste Geschäftsbericht analysiert wird. Hunderte von Kapitalmarkt- , Börsen- und Kommunikationsprofis werden befragt, um die fast 500 Prüfkriterien zu aktualisieren und auf dem neuesten Stand zu halten. Außerdem werden natürlich Änderungen in Gesetzen und Richtlinien berücksichtigt.

 Die Jury: (v. l.) Klaus Rainer Kirchhoff (Kirchhoff Consult), Xaver Zimmerer (Interfinanz), Elisabeth Weisenhorn (Weisenhorn & Partner), Arno Balzer (mm), Christian Strenger (DWS)
Frank Peter Schröder
Die Jury: (v. l.) Klaus Rainer Kirchhoff (Kirchhoff Consult), Xaver Zimmerer (Interfinanz), Elisabeth Weisenhorn (Weisenhorn & Partner), Arno Balzer (mm), Christian Strenger (DWS)
Im April jedes Jahres bereits werden die Mitglieder der wichtigsten deutschen und europäischen Börsenindizes um die Einsendung ihrer Geschäftsberichte an die mm-Gutachter gebeten. Es handelt sich um Firmen aus dem Dax 30 Börsen-Chart zeigen, dem MDax Börsen-Chart zeigen, dem SDax Börsen-Chart zeigen, dem TecDax Börsen-Chart zeigen, dem Stoxx 50 Börsen-Chart zeigen sowie um die Börsenneulinge des jeweiligen Jahrgangs. Insgesamt nehmen rund 200 Unternehmen am mm-Wettbewerb teil.

Nun beginnt der Härtetest. Zunächst untersucht ein 50-köpfiges Team der Universität Münster unter Leitung von Professor Jörg Baetge die Reports anhand von 330 Kriterien auf inhaltliche Qualität. Jeder einzelne Bericht wird 15 Stunden lang unter die Lupe genommen. Die Dax-30-Berichte, die Börsenneulinge sowie die zwanzig besten Reports der übrigen Kategorien werden in einer zweiten Auswertungsrunde auf Sprache und Gestaltung geprüft.

Die Benotung

Mehr zum Thema in:
manager magazin 10/2008

manager magazin 10/2008

Geschäftsberichte 2008

Alle Details, Analysen und die vollständigen Ergebnistabellen zum mm-Wettbewerb "Die besten Geschäftsberichte" lesen Sie im manager magazin 10/2008 ab Seite 102.

Alle Berichte, die es nicht in die zweite Runde schaffen, werden nur anhand des Inhalts bewertet. Das Urteil für den Geschäftsbericht macht bei diesen Firmen 80 Prozent der Gesamtnote aus, die inhaltliche Bewertung des Zwischenreports zählt 20 Prozent.

Bei allen anderen Berichten ist das Gesamturteil anders gewichtet. Die Inhaltsnote für den Geschäftsbericht geht hier mit 48 Prozent ein, die Benotung der Zwischenreports mit 12 Prozent. Das Urteil für Sprache und Gestaltung macht jeweils 20 Prozent aus. Die Noten für Sprache und Gestaltung beziehen sich indes nicht auf die Zwischen-, sondern nur auf die Geschäftsberichte.

Die Gestaltung der Berichte begutachtet Gisela Grosse, Professorin für Corporate Design an der Fachhochschule Münster. Für die Analyse der Sprache zeichnet Rudi Keller von der Universität Düsseldorf verantwortlich.

Die Jury

Über die besten fünf Berichte jedes Index fällt am Ende die mm-Jury ein abschließendes Urteil. Ihre Mitglieder sind Elisabeth Weisenhorn (Weisenhorn & Partner), Klaus Rainer Kirchhoff (Kirchhoff Consult), Christian Strenger (DWS), Xaver Zimmerer (Interfinanz) und Arno Balzer (Chefredakteur manager magazin).

Sie prüfen neben der Glaubwürdigkeit und der Prägnanz der Berichte auch die Berichtseffizienz. Die Berichtseffizienz war bis vor zwei Jahren Teil der inhaltlichen Prüfung durch die Gutachter. Verschiedene Offenlegungspflichten je nach Sitz und Ort der Börsennotierung der Unternehmen sowie die steigende Komplexität unternehmerischer Aktivitäten machen es jedoch zunehmend schwierig die Angemessenheit von Berichtsumfängen anhand eines standardisierten Kriterienkatalogs zu beurteilen. Daher hat diese Aufgabe jetzt zum zweiten Mal die Jury übernommen, die jeden Report individuell unter die Lupe nimmt.

Die Jury kann Zu- und Abschläge von bis zu 8 Prozentpunkten verteilen. Am Ende der Jurysitzung stehen die endgültigen Platzierungen aller Unternehmen fest.

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