München - Das Kurzarbeitergeld ist vielleicht das Beste am Konjunkturpaket II. Seit die Hürden im Antragsverfahren tiefergelegt wurden, häufen sich die Anträge. Es reicht, wenn einem Arbeitnehmer eines Betriebes Gehaltsausfälle von 10 Prozent oder mehr drohen - früher musste das für ein Drittel der Kollegen gelten. Außerdem wurde der Zeitraum, in dem das Arbeitsamt Lohnzuschüsse zahlt, von maximal 6 auf 18 Monate verlängert.
Zwar mehren sich inzwischen Stimmen, die vor Missbrauch warnen. Doch die positiven Wirkungen auf den Arbeitsmarkt, der nur mit starker Verzögerung auf die Wirtschaftskrise reagiert, sind schwer von der Hand zu weisen. Und sie könnten sich obendrein in den kommenden Monaten fortsetzen.
Denn viele Personalchefs in ganz Deutschland bewerten die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes positiv. Aus einer Exklusivstudie des Ifo-Instituts geht hervor, dass 40 Prozent der Befragten die Maßnahme befürworten. 15 Prozent dieser Personalchefs gaben sogar an, dass die Maßnahme "erheblich" dabei hilft, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, weitere 25 Prozent schätzten die Wirkung gering, aber immerhin förderlich ein.
Vor allem das verarbeitende Gewerbe ist durch massive Auftragseinbrüche von der Krise betroffen. Entsprechend groß fällt hier der Zuspruch zu der Konjunkturmaßnahme aus. 25 Prozent der Personaler erwarten sich von der Regelung spürbare Unterstützung bei dem Wunsch, große Teile der Belegschaft zu halten, 34 weiter Prozent wenigstens einen kleinen Effekt.
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