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26.10.2005
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Best of European Business

Europas Wirtschaft, reloaded

2. Teil: Unternehmen brauchen starke Heimatmärkte

"Unternehmen brauchen starke Heimatmärkte"

Allerdings brauche man einen zweiten Blick, um die Stärken der Europäer zu erkennen, so Schwenker. Auf den ersten Blick ist das Bild keineswegs erfreulich. Die US-Wirtschaft wächst doppelt so schnell wie die deutsche. Großunternehmen in den USA haben ein um 23 Prozent höheres Net Income als ihre europäischen Konkurrenten, ihre Marktkapitalisierung ist sogar um 58 Prozent höher.

Die deutschen Sieger: (v.l.) Andreas Wiele (Axel Springer, Vorstand Zeitschriften und Internationales), Ralph Bethke (K+S, Vorstandschef), Burkhard Göschel (BMW, Entwicklungsvorstand), Burkhard Schwenker (Geschäftsführer Roland Berger), Berthold Leibinger (Trumpf, Eigner u. Geschäftsführer), John Feldmann (BASF, Vorstand Kunststoffe, Öl u. Gas), Wolfgang Dürrheimer (Porsche, Entwicklungsvorstand), Thomas Haberkamm (Altana, Leiter Konzernbüro), Heimo Prokop (Continental, Leiter Kommunikation)
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Die deutschen Sieger: (v.l.) Andreas Wiele (Axel Springer, Vorstand Zeitschriften und Internationales), Ralph Bethke (K+S, Vorstandschef), Burkhard Göschel (BMW, Entwicklungsvorstand), Burkhard Schwenker (Geschäftsführer Roland Berger), Berthold Leibinger (Trumpf, Eigner u. Geschäftsführer), John Feldmann (BASF, Vorstand Kunststoffe, Öl u. Gas), Wolfgang Dürrheimer (Porsche, Entwicklungsvorstand), Thomas Haberkamm (Altana, Leiter Konzernbüro), Heimo Prokop (Continental, Leiter Kommunikation)

Nimmt man aber die forschungsintensiven Industrien heraus, so dreht sich laut Schwenker das Bild. Hier kommt Europa seinen Worten zufolge auf einen höheren Anteil von Forschung und Entwicklung als die USA. Auch der Exportanteil der Eurozone am Welthandel liege mit rund 25 Prozent weit vor dem der USA (15 Prozent) und dem Japans (9 Prozent).

In vielen Schlüsselindustrien wie der Automobilindustrie, der Chemie oder der Telekommunikation sind die Umsätze in Europa sehr viel schneller gewachsen als in den USA oder Japan. In der Pharmaindustrie, dem Energiesektor und der Logistik erzielen europäische Unternehmen die höchsten Umsatzrenditen weltweit.

Schwenker wies auch auf eine Notwendigkeit hin, die angesichts des globalen Wettbewerbs leicht in Vergessenheit gerät: Starke Unternehmen brauchen starke Heimatmärkte. Von den 500 größten Unternehmen der Welt erzielt der überwiegende Teil mehr als die Hälfte ihres Umsatzes auf dem Heimatmarkt. Zusätzlich seien eine leistungsfähige Forschungslandschaft, gut ausgebildete Mitarbeiter und eine teils exzellente Infrastruktur gute Gründe, im Heimatmarkt fest verwurzelt zu bleiben.

Best of European Business
 Die Sieger
 Kategorie Wachstum
 -  Porsche
 -  Altana
 Kategorie Wertgenerierung
 -  Continental
 -  K+S
 Kategorie Innovation
 -  BMW
 -  Trumpf
 Kategorie Neues Europa
 -  BASF
 -  Axel Springer
 Der Wettbewerb
 Die Jury
 Die Nominierten
Diese Einschätzung bestätigte Trumpf-Chef Berthold Leibinger: "90 Prozent unserer Entwicklungen machen wir in Europa, rund 80 Prozent hier in Deutschland." Für Innovationen sei Deutschland nach wie vor ein hervorragender Standort. Burkhard Göschel, Entwicklungsvorstand von BMW Chart zeigen, freut es besonders, dass sein Unternehmen in Deutschland die Rankings der attraktivsten Arbeitgeber anführt. "Diesem Ruf haben wir es zu verdanken, dass wir die besten Mitarbeiter haben und damit zu Höchstleistungen in der Lage sind", so Göschel.

Einen solchen Teamgeist will auch Annette Schavan in der neuen Bundesregierung verwirklicht sehen. "Es wird nicht einen Innovationsminister geben sondern eine Innovationsregierung", versprach sie.

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