Transporteur von Großfrachtern
Sieger Dienstleistung: Beluga Shipping
1995 von Niels Stolberg gegründet, entwickelt sich Beluga Shipping von einem Dienstleister für Frachten zu einem Reedereiunternehmen mit fünf Standorten in USA, Südamerika, Europa und Asien. Beluga Shipping unterhält eine Flotte von aktuell 31 eigenen Mehrzweck-Frachtern und Containerschiffen und hat sich spezialisiert auf den Seetransport von schweren Gütern wie Anlagen und Fabriken.
Das Unternehmen aus Bremen hat sich schon nach kurzer Zeit an der Spitze des Weltmarktes etabliert. Das gelang durch die Vereinigung des Chartergeschäfts mit einer Reederei. Die Bremer vermitteln seit 1998 nicht mehr nur Frachten, sie transportieren sie selbst. Doch das Verstauen sperriger und empfindlicher Lasten stellt besondere Anforderungen an Schiffe. Deshalb ließ Stolberg den ersten seiner Schwergut-Frachter, die MS "Beluga Performer", nach eigenen Plänen umbauen. Daraus entstand in den folgenden Jahren die eigene Flotte.
Das Unternehmen gründete später weitere Standorte in China, Brasilien, in den USA und in Singapur, die mehr Nähe zu den Kunden – in der Regel weltweit agierende Anlagen- und Maschinenbauer – schufen und die Auslastung der wachsenden Flotte vorantrieben. Der Zwei-Mann-Betrieb wuchs zu einer Holding, die Charteraufträge übernimmt, eine Flotte technisch betreut und vermarktet sowie Frachtschiffe plant. Beluga Shipping setzt mehr als 105 Millionen Euro im Jahr um und steht im internationalen Vergleich auf Platz drei in seinem Markt.
Doch Nachwuchskräfte sind für die neuen Frachter schwer zu finden. Niels Stolberg hat sich deshalb mit der Hochschule in Bremen und mit der Seefahrtschule in Elsfleth, wo er selbst studierte, zusammengetan, finanziert dort Professuren und Ausbildungsplätze. 2004 gründete er außerdem die Beluga Group Sea Academy in Elsfleth, um Seefahrer zu fördern.
Das größte Aufsehen erregt jedoch ein ganz anderer Zukunftsplan des Reeders: Im Februar 2007 soll erstmals die "Beluga Sky Sails" in See stechen – ein neues 140 Meter langes Frachtschiff, das ein Hamburger Hersteller von Zugdrachen mit einem riesigen Gleitschirm ausrüstet. Der Schirm soll - wie einst Segel - Frachter voranbringen und bei günstigem Wind deren Verbrauch von Schweröl um bis zu vier Tonnen pro Tag senken.
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