Montag, 17. Dezember 2018

Windkraft Nordex stellt Produktion in den USA ein

Rotorblattfertigung in Rostock: Künftig will Nordex von Deutschland aus liefern

Nordex zieht den Stecker in seinem US-Werk Jonesboro. Der Chef des Windradbauers, Jürgen Zeschky, begründet dies mit der "unberechenbaren Situation" in den Vereinigten Staaten. Jetzt will sich Nordex auf die Fertigung in Rostock konzentrieren.

Hamburg - Der Windkraftanlagenbauer Nordex stellt seine Produktion in den USA wegen schwacher Nachfrage und unsicheren Herstellungsbedingungen ein. Der Konzern will damit auch die Auslastung seines Werkes in Rostock erhöhen. "Mit diesem Schritt reagiert Nordex auf die anhaltend schwache Nachfrage aus den USA und die niedrige Auslastung der eigenen Fertigung vor Ort", sagte Nordex-Chef Jürgen Zeschky.

Grund dafür sei auch die "unberechenbare Situation" hinsichtlich der Verlängerung bestehender Steuervergünstigungen für Windanlagen in den USA. Auf die Zahlen des laufenden Geschäftsjahres soll der Produktionsstopp keine Auswirkungen haben. Die Belastungen habe der im TecDax notierte Konzern bereits im Jahr 2012 berücksichtigt.

China und Amerika haben keine Priorität mehr

Laufende Aufträge will das Unternehmen im Werk in Jonesboro, Arkansas, noch abarbeiten. Rund 40 Stellen fallen dem Rückzug zum Opfer. Vertrieb, Service und Projektabwicklung bleiben am Standort erhalten. Erst Im Oktober 2010 hatte Nordex das US-Werk eröffnet. Den US-Markt und Lateinamerika will das Unternehmen demnächst von Rostock aus beliefern.

Nordex hatte Anfang Juni angekündigt, sich auf Märkte wie Deutschland, Skandinavien oder die Türkei sowie den neuen Hoffnungsträger Südafrika zu konzentrieren. Die Produktion in China haben die Hamburger dagegen bereits teilweise eingestellt.

krk/dpa

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