Donnerstag, 23. März 2017

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Alternative Heiztechnik Heizen mit Eis - und acht weitere scheinbar irre Ideen

Bald beginnt die warme Jahreszeit. Nein, nicht nur auf der Südhalbkugel. Auch in nördlichen Gefilden ist der Februar der wärmste Monat des Jahres, der August der kälteste - wenn man nur etwa acht Meter tief unter die Erdoberfläche schaut. Der Grund dafür ist, dass die von der Sonne gesandte Wärmeenergie Zeit braucht, sich durch die dichten Erdschichten zu verbreiten. Die Solarenergie im Winter aus dem Boden zu holen, ist das Grundprinzip von Erdwärmepumpen - im Gegensatz zur Geothermie mit noch höheren Temperaturen aus dem Erdinneren, wofür man aber deutlich tiefer bohren muss, außer an vulkanischen Orten wie Island.

Eine Umgebungswärme von um die 10 Grad Celsius reicht schon aus, um mithilfe einer strombetriebenen Pumpe (und Verdichter) einen Wärmestrom über einen Gaskreislauf zu schicken und damit ein Haus zu heizen. Technisch gleicht das Prinzip einem Kühlschrank, nur dass Wärme nach innen abgegeben wird statt nach außen.

Anstelle der in die Tiefe gebohrten Erdsonden lassen sich auch Kollektoren verwenden, die nur ein bis zwei Meter unter der Oberfläche liegen. Auch dort ist es im Winter warm genug, wenn man nur genug Kollektoren verwendet. Das braucht Fläche, laut Hersteller Stiebel Eltron etwa zwei- bis dreimal so viel wie die zu beheizende Wohnfläche.

So verrückt die Idee klingt, inzwischen holt ein Großteil der Neubauten die Sonnenkraft zum Heizen aus der Tiefe, anstatt Gas, Öl oder Kohle zu verfeuern. Sogar Megaprojekte wie der 555 Meter hohe Wolkenkratzer Lotte Tower im südkoreanischen Seoul bauen auf Erdwärmepumpen. Und die sind noch die konventionellere Variante der neuen Heiztechnik, wie unsere weiteren Beispiele zeigen:

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