Samstag, 16. Februar 2019

Alternative Heiztechnik Heizen mit Eis - und acht weitere scheinbar irre Ideen

3. Teil: Heizen mit Luft

Die Umgebung ist warm genug: Luftbeheiztes Logistikzentrum des Baumaschinenhändlers Kiesel

Selbst ganz gewöhnliche Außenluft (beziehungsweise die darin gespeicherte Sonnenenergie) kann noch die Heizung antreiben - und das sogar bei Frost, nach manchen Angaben bis zu minus 20 Grad. Es kommt nur darauf an, dass beim Verdichten und Ausdehnen des in den Leitungen enthaltenen Gases ein Wärmestrom ausgelöst wird. Das heißt, die Luft wird noch weiter abgekühlt und die Differenz landet als Wärmequelle im Haus.

Das ist allerdings weitaus weniger effizient als die Alternative, schon von vornherein einigermaßen warme Quellen zu nutzen. Die Wärmepumpe verbraucht mehr Strom, um die gleiche Heizleistung zu erreichen - und das kann den wirtschaftlichen Vorteil ebenso zunichte machen wie den Beitrag zum Klimaschutz.

Der große Vorteil liegt darin, dass die Technik billig einzubauen ist, weil keine Bohrungen nötig sind. Deshalb montieren auch manche Eigenheimbauer Kästen an die Wand oder in den Garten, die Luft zum Heizen ansaugen. Aber auch für manche Gewerbebetriebe bietet sich das als ökonomische Lösung an. Viessmann nennt als Referenz ein 10.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum des Baumaschinenhändlers Kiesel in Stockstadt - die Wärmepumpenanlage sei "eine der wenigen dieser Größenordnung, die mit Luft als Wärmequelle arbeitet". Dabei helfen die milden Temperaturen in der südhessischen Rheinebene.

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