Samstag, 16. Dezember 2017

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Einigung erzielt Uniper baut 2000 Stellen ab

Uniper-Zentrale in Düsseldorf

Der Stellenabbau bei Uniper ist nach langen Verhandlungen beschlossene Sache. 2000 Jobs werden bei dem Kraftwerksbetreiber nun wegfallen. Zugleich wehrt sich Uniper gegen eine Offerte des Energiekonzerns Fortum.

Der vom finnischen Energiekonzern Fortum umworbene Versorger Uniper Börsen-Chart zeigen will den laufenden Stellenabbau bis Ende kommenden Jahres abschließen. Insgesamt würden dann gegenüber dem Stand von Ende 2015 rund 2000 Beschäftigte weniger für das Unternehmen arbeiten, erklärte Uniper am Mittwoch. "1400 dieser Stellen sind bereits heute nicht mehr besetzt", sagte Finanzchef Christopher Delbrück. Auch für die übrigen 600 Jobs seien bereits Vereinbarungen getroffen worden.

Der überwiegende Teil der Stellenstreichungen betreffe Deutschland, hieß es. Sämtliche Arbeitsplätze würden sozialverträglich abgebaut, etwa durch Fluktuation, Abfindungen, Altersteilzeit, hatte Delbrück der "Rheinischen Post" gesagt. Hinzu kämen Veräußerungen von Unternehmensteilen.

Kosten sollen um 400 Millionen Euro sinken

Der Stellenabbau ist Teil eines Sparprogramms, mit dem die frühere Eon-Tochter die jährlichen Kosten gegenüber Ende 2015 nachhaltig um 400 Millionen Euro senken will. Uniper beschäftigt rund 13.300 Mitarbeiter, davon 4700 in Deutschland.

Uniper wehrt sich derzeit gegen eine Übernahme durch Fortum. Der finnische Versorger will Anfang 2018 das Uniper-Paket von 47 Prozent von Eon übernehmen und damit neuer Großaktionär werden. Zudem hat Fortum den übrigen Uniper-Aktionären ein Angebot von 22 Euro je Aktie unterbreitet.

Delbrück betonte, den Stellenabbau sozialverträglich gestaltet zu haben. Dabei habe Uniper natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und Abfindungen genutzt. "In konstruktiven Verhandlungen haben wir uns mit der Mitbestimmung darauf verständigt."

Reuters

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