Freitag, 18. Januar 2019

Versicherer kritisieren Styropor Der Dämmstoff, aus dem die Albträume sind

Dämmung mit Styropor-Platten

3. Teil: Styropor-Verbot in Dänemark schreckt deutsche Hartschaum-Lobby auf

Jedenfalls rüsten Industriebetriebe beim Brandschutz derzeit kräftig nach. Zum Teil ersetzten sie eine Styropor-Dämmung durch alternative Materialien wie Mineralwolle. Diese hat im privaten Bereich bereits einen Marktanteil von 54 Prozent erreicht (Styropor: 32 Prozent).

Gesetzlich erlaubt sind die Erdöl-Derivate allerdings immer noch. Andere europäische Länder wie Dänemark (Sitz des Mineralwolle-Giganten Rockwool) haben laut dem Versicherer-Verband GDV nach Großschäden in der Lebensmittelindustrie umgesteuert und den Einsatz von EPS baurechtlich untersagt.

Für die Styropor-Lobby in der Hartschaum-Hochburg Deutschland ist das naturgemäß Teufelszeug. "Ein Verzicht auf EPS bedeutet Verzicht auf die notwendige Energieeinsparung im Gebäudebestand. EPS ist in Bezug auf Energiewende und Klimaschutz systemrelevant und unverzichtbar", so der Industrieverband Hartschaum.

Möglicherweise schafft bald zumindest die Versicherungsbranche strengere Regeln mit Blick auf die Entwicklung in anderen Ländern. In einer Arbeitsgruppe der europäischen Versicherer untersuchen sie laut GDV gerade die unterschiedlichen Ansätze und wollen "Ableitungen für Deutschland entwickeln".

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