Dienstag, 23. Oktober 2018

Frank Asbeck schafft die Wende nicht Solarworld schon wieder pleite

Dunkle Wolken über dem Thüringer Standort der Solarworld AG in Arnstadt

Dunkler Himmel über Solarworld Börsen-Chart zeigen: Der Solarzellen-Hersteller ist abermals pleite. Man habe beim Bonner Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Die Probleme erklärte die Firma damit, dass die Preise am Markt weiter gesunken seien und die EU-Kommission Schutzzölle gegen chinesische Billigimporte auslaufen lassen wolle. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter für das einstige Vorzeigeunternehmen der deutschen Solarindustrie sei Christoph Niering bestellt worden, teilte das Amtsgericht Bonn auf seiner Internetseite mit.

Solarworld hatte nach sechs Verlustjahren im Mai 2017 Insolvenz angemeldet. Der Firmengründer Frank Asbeck konnte mit Geld aus Katar aber Unternehmensteile aus der Insolvenzmasse herauskaufen und als Solarworld Industries GmbH einen Neustart machen.

Diese Firma ist nun jedoch ins Straucheln geraten, sie beschäftigt rund 600 Mitarbeiter in den Werken im sächsischen Freiberg und in Arnstadt in Thüringen. In Bonn ist die Verwaltungszentrale. Die Solarworld AG hatte vor einem Jahr noch knapp 3300 Mitarbeiter.

nis/dpa-afx/rtr

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