Freitag, 30. September 2016

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Ölfeld-Ausrüster Schlumberger Kündigung für 25.000 Mitarbeiter - und 18 Millionen Dollar für den Chef

Ölfeld im Irak: Schlumberger liefert Ausrüstung für Öl- und Gasfelder weltweit. Jeder fünfte Mitarbeiter musste gehen

Ölpreissturz, Gewinneinbruch, Massenentlassungen: Das Jahr 2015 war hart für den weltgrößten Ölfeld-Ausrüster Schlumberger. Nur für den Chef Paal Kibsgaard nicht.

Ein hartes Jahr für die Firma, ein exzellentes Jahr für den Chef: Der weltgrößte Öl- und Gasfeld-Ausrüster Schlumberger erlitt in Folge des abstürzenden Ölpreises im Geschäftsjahr 2015 einen Gewinneinbruch von 41 Prozent. Der Umsatz ging um fast ein Drittel zurück, die Aktie verlor im Jahr 2015 fast 20 Prozent an Wert. 25.000 Mitarbeiter mussten gehen, damit verlor jeder fünfte Mitarbeiter des weltweit tätigen Konzerns seinen Job.

Schlumberger-Chef Paal Kibsgaard kann sich diese unerfreuliche Bilanz gelassen anschauen. Denn für ihn persönlich war 2015 ein exzellentes Jahr: Er strich für das Horrorjahr Gesamtbezüge in Höhe von 18,3 Millionen Dollar ein, nur unwesentlich weniger als im Jahr 2014 (18,5 Millionen Dollar), wie CNN Money berichtet.

Dass seine Gesamtbezüge überhaupt leicht gefallen sind, hängt mit der etwas schwächeren Wertentwicklung seines Pensionsplans zusammen, heißt es weiter. Kibsgaards direkte Entlohnung ist gegenüber dem Jahr 2014 sogar um 12 Prozent gestiegen: Neben den für seine Altersvorsorge zurückgelegten Millionenbeträgen und diversen Aktienoptionen konnte Kibsgaard 5,2 Millionen Dollar Cash mit nach Hause nehmen.

Die mehr als 5 Millionen Dollar Cash dürften für den Schlumberger-Chef durchaus auch etwas Beruhigendes haben. Man weiß ja nie, wie sich Schlumberger und die Aktienoptionen so entwickeln werden. Sind ja harte Zeiten.

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la

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