Dienstag, 31. Mai 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Genialer Schachzug oder Notverkauf? Saudi-Arabien plant Börsengang von Billionenkonzern Saudi Aramco

Öl-Arbeiter von Saudi Aramco: Verkaufsabsichten zum äußerst ungünstigen Zeitpunkt

Muss Saudi-Arabien angesichts des dramatischen Ölpreisverfalls sein Tafelsilber verkaufen? Anders ist es kaum zu erklären, dass ein führender Vertreter des Königreichs ausgerechnet jetzt über einen Börsengang des staatlichen Öl- und Chemiekonzerns Saudi Aramco schwadroniert.

Eine Entscheidung werde in den kommenden Monaten fallen, sagte der Vize-Kronprinz Muhammad bin Salman der Wirtschaftszeitschrift "Economist". Persönlich sei er von dem Schritt begeistert. "Ich denke, es ist im Interesse des saudischen Markts, und es ist im Interesse von Aramco."

Der Konzern ist der weltgrößte Ölproduzent und gilt als eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Derzeit kämpft das Unternehmen allerdings mit dem extrem niedrigen Ölpreis.

Mit einem Börsengang würde sich die geschlossene Volkswirtschaft Saudi-Arabien für Investoren öffnen, schreibt der "Economist". Saudischen Offiziellen zufolge sei Aramco "Billionen von Dollar" wert.

Allerdings legt das Unternehmen keine Zahlen zu Umsätzen und nur eingeschränkte Angaben zu seinen Reserven offen. Die bekannten Reserven von 261 Milliarden Barrel seien über zehn Mal so hoch wie die von ExxonMobil , dem größten privaten Ölkonzern.


Alle relevanten News des Tages gratis auf Ihr Smartphone. Sichern Sie sich jetzt die neue kostenlose App von manager-magazin.de. Für Apple-Geräte hier und für Android-Geräte hier.

nis/dpa-afx

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH