Mittwoch, 1. Juni 2016

Alle Artikel und Hintergründe

England RWE-Kraftwerk stürzt ein - Ein Toter, drei Vermisste

RWE in Trümmern: Aufstieg und Absturz einer westdeutschen Industrie-Ikone
Fotos
DPA

Beim Einsturz eines stillgelegten englischen Kraftwerks des RWE-Konzerns ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Drei weitere würden vermisst, fünf Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Feuerwehr am Dienstag mit. Ein Krankenhaus im nahe gelegenen Oxford teilte mit, die Verletzten würden in der Notaufnahme behandelt. Unklar war zunächst, warum ein erheblicher Teil des Gebäudes des Kraftwerks Didcot A westlich von London einstürzte.

Zunächst hatten Medien von einer Explosion berichtet. Ein Sprecher der Gewerkschaft GMB vermutetet eine andere Ursache: "Wir haben gehört, dass Arbeiter zwei Heizkessel zum Abriss in den kommenden Wochen vorbereitet haben. Das hat zum Einsturz des Gebäudes geführt", sagte er der Nachrichtenagentur PA.

Ein Anwohner berichtete der BBC, es habe am Nachmittag eine lauten Knall gegeben, bevor schwarzer Rauch oder Staub aufgestiegen sei. Dann seien Rettungshubschrauber, Krankenwagen und die Feuerwehr eingetroffen. Der Kraftwerksbesitzer, die britische RWE Npower, teilte über Twitter mit, man arbeite daran, die Ursache für die "tragischen Ereignisse" herauszufinden.

Zu der Anlage gehören ein Gaskraftwerk, genannt Didcot B, und das Kohlekraftwerk Didcot A. Letzteres ist seit Frühjahr 2013 nicht mehr in Betrieb, dort ereignete sich die Explosion. Die Ursache war zunächst völlig unklar. Im Sommer 2014 waren die Kühltürme, die über Jahrzehnte ein Wahrzeichen der Stadt gewesen waren, gesprengt worden. RWE Npower zufolge soll Didcot A noch in diesem Jahr komplett abgerissen werden.


Alle relevanten News des Tages gratis auf Ihr Smartphone. Sichern Sie sich jetzt die neue kostenlose App von manager-magazin.de. Für Apple-Geräte hier und für Android-Geräte hier.

ts/dpa-afx

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH