Samstag, 27. August 2016

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Solarstrom aus Nordafrika Roland Berger steht Desertec bei

Neuzugang bei Desertec: Roland Berger

Totgesagte leben länger: Mit prominentem Personal will die Desertec-Stiftung ihrem Sonnenstrom-Projekt neues Leben einhauchen. Der prominenteste Neuzugang heißt Roland Berger, der Max Schön nachfolgt. Der Gründer der gleichnamigen Unternehmensberatung wird in Zukunft das Kuratorium der Organisation leiten.

Aus der Desertec Foundation war einst die Industrie-Initiative Dii hervorgegangen. Deren Mitglieder unter Führung der Munich Re hatten sich im vergangenen Jahr überwiegend nicht auf eine Fortsetzung des Engagements einigen können.

Übrig geblieben sind lediglich RWE, das saudi-arabische unternehmen Acwa Power und der chinesische Netzkonzern State Grid. Die Desertec-Stiftung hatte die Initiative schon länger verlassen.

In beiden Organisationen lebt jedoch der Gedanke fort, in Nordafrika und der arabischen Halbinsel gigantische Solar- und Windkraftwerke zu errichten.

Berger soll dem Unterfangen vor allem durch seine persönliche Strahlkraft helfen. Als Kuratoriumsvorsitzender berät er Vorstand und Aufsichtsrat der Stiftung und könnte manche Tür öffnen.

Berger unterschrieb am Freitag symbolisch gemeinsam mit Jugendlichen aus aller Welt einen "Generationenvertrag", wie die Desertec Foundation mitteilte. "Aufstrebende Regionen brauchen saubere und zuverlässige Energie als Grundlage für Wohlstand, Nahrungs- und Trinkwasserproduktion", sagte Berger. "Gleichzeitig können wir mit Stromimporten aus Wüstenregionen die Energiewende der reichen Welt beschleunigen." Diese Entwicklung müsse man befördern.

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