Donnerstag, 25. August 2016

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DIHK zum Ölpreis-Sturz Deutsche Wirtschaft um 20 Milliarden  entlastet

Benzinpreise deutlich gefallen: Vielerorts in Deutschland zahlen die Verbraucher für einen Liter Benzin E10 unter 1,20 Euro

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag spricht von einem Konjunkturpaket zur rechten Zeit: Bleiben die Preise für Rohöl so niedrig wie derzeit, sparten Unternehmen und Verbraucher in diesem Jahr gut 20 Milliarden Euro.

Berlin - Der Rückgang des Ölpreises bringt der Wirtschaft nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Vorteile in Milliardenhöhe. Sollte der Preis auf dem aktuellen Niveau bleiben, würden Unternehmen und Verbraucher in diesem Jahr um 20 Milliarden Euro entlastet, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der "Bild".

"Der Ölpreiseinbruch kommt als Konjunkturpaket gerade recht", erläuterte er. "Die Verbraucher profitieren an der Tankstelle und nicht zuletzt beim Heizen. Aber auch die Industrie spart ebenso wie Fluggesellschaften oder Spediteure."

Die beiden größten deutschen Fluggesellschaften, Lufthansa und Air Berlin, betonten gestern, dass sie den Ölpreis-Sturz derzeit noch nicht als große Entlastung spürten. Nach derzeitigem Stand dürften die günstigen Treibstoffpreise die Tankrechnung erst Ende des Jahres schmälern.

Grund sind die Absicherungsgeschäfte der Airlines gegen steigende und schwankende Kerosinpreise, in deren Zuge sie nicht unmittelbar von sinkenden Ölnotierungen profitieren.

Der Preis für Brent-Öl fiel am Dienstag erstmals seit Anfang Mai 2009 unter 51 Dollar. WTI kostete zeitweise mit 47,74 Dollar so wenig wie seit April 2009 nicht mehr.

rei/rtr

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