Samstag, 3. Dezember 2016

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Bilanz erstes Halbjahr Ökostromanteil steigt auf 28,5 Prozent

Mehr Ökostrom: Nach Plänen der Bundesregierung soll der Ökostromanteil am Verbrauch bis 2020 auf 40 bis 45 Prozent steigen

Bereits 28,5 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms wird aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse gewonnen. Für das Plus im ersten Halbjahr sind aber nicht nur neue Anlagen verantwortlich.

Düsseldorf - Der Ökostromanteil am Stromverbrauch ist in Deutschland im ersten Halbjahr auf Rekordhöhe gestiegen. Begünstigt wurde diese Entwicklung nicht nur durch den Bau neuer Anlagen sondern auch durch günstige Wetterbedingungen, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilte.

So erreichte der Anteil der regenerativen Energien am Brutto-Inlandsstromverbrauch nach ersten Erhebungen des BDEW 28,5 Prozent. Zweitgrößter Lieferant waren Braunkohlekraftwerke, deren Anteil am Verbrauch wie im Vorjahr bei rund 25 Prozent lag, gefolgt von der Kernenergie mit 15,4 (Vorjahr: 15,1) Prozent.

Der Erdgas-Anteil wie auch der aus Steinkohlekraftwerken ging dagegen auf 9,8 (11,4) beziehungsweise 18 (19,7) Prozent zurück. Insgesamt schrumpfte der Stromverbrauch im ersten Halbjahr um fünf Prozent auf 268 Milliarden Kilowattstunden.

Ziel der Bundesregierung ist es, den Ökostromanteil am Verbrauch bis 2020 auf 40 bis 45 Prozent zu steigern und bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent.

Der Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft vertritt nach eigenen Angaben Unternehmen, die für 90 Prozent des Stromabsatzes in Deutschland verantwortlich sind.

Der aktuelle Trend hat sich bereits Anfang Juli abgezeichnet, wie manager magazin online unter Berufung auf Zahlen des Fraunhofer Instituts für solare Energiesysteme berichtet hatte.

Die Kosten für die Förderung von Ökostrom sind zuletzt weniger stark gestiegen als erwartet. Das geht aus der Jahresabrechnung für das Erneuerbare-Energien-Gesetz vor, die die Übertragungsnetzbetreiber am Freitag veröffentlicht haben.

Das Vergütungsvolumen stieg demnach im Vergleich zu 2012 um 2,7 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro. Energieminister Sigmar Gabriel hatte kürzlich noch vor Kosten von bis zu 24 Milliarden Euro pro Jahr gewarnt. Die Kostenentspannung hatte sich bereits im Januar angedeutet.

rei/dpa-afx/rtr

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