Sonntag, 28. August 2016

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Dramatische Rettungsaktion in der Nordsee Riesenwelle trifft Bohrplattform

Bohrplattform im Gasfeld Troll: Gefährliche Rettungsaktion nach Riesenwelle
DPA/ Norwegian Statoil
Bohrplattform im Gasfeld Troll: Gefährliche Rettungsaktion nach Riesenwelle

In der Nordsee hat eine gewaltige Welle eine Bohrplattform getroffen. Ein Mensch starb und zwei wurden verletzt, als ein Sturm über das Gasfeld "Troll" vor der norwegischen Küste fegte. Das teilte der Konzern Statoil mit, der das größte Gasfeld Norwegens betreibt. Die Plattform "Innovator" gehört der chinesischen Firma China Oilfield Services (COSL).

Die Polizei habe beiden Unternehmen bestätigt, dass ein Mensch bei dem Unglück ums Leben gekommen sei, hieß es in der Statoil-Mitteilung. Die beiden Verletzten würden an Land medizinisch behandelt. Die Nationalität der Opfer sei zunächst nicht klar gewesen.

Die eingeleitete Rettungsaktion verlief dramatisch: Aufgrund der starken Winde von 25 bis 30 Metern pro Sekunde habe ein Hubschrauber, der die Besatzungsmitglieder von der Plattform bringen solle, nicht landen können, sagte eine Sprecherin der norwegischen Aufsichtsbehörde. Die Menschen hätten mit dem Seil hochgezogen werden müssen. Die Wellen seien bis zu 14 Meter hoch gewesen.

Die Bohrplattform sei nun auf dem Weg zur norwegischen Küste und werde dort voraussichtlich im Laufe des Donnerstags ankommen, sagte der Chef der norwegischen COSL-Tochter. Etwa die Hälfte der gut 100 Besatzungsmitglieder mussten die "Innovator" verlassen, weil ihre Unterkunft in dem Sturm beschädigt wurde.


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ts/kev/dpa/Reuters

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