Dienstag, 28. Juni 2016

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Übernahme-Schachzug mit Acciona Milliardärin Klatten verringert Nordex-Aktienpaket

Hat sicher guten Grund zum Lachen: Nordex-Hauptaktionärin Susanne Klatten verkauft über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion einen Großteil ihrer Aktien an den spanischen Konkurrenten Acciona Windpower

Der Windturbinenbauer Nordex übernimmt von der spanischen Acciona deren Windkraft-Tochter und erhält im Gegenzug mit dem Mischkonzern einen neuen Großaktionär. Die Spanier halten nach Abschluss der Transaktion 29,9 Prozent an Nordex, teilte das Hamburger Unternehmen mit am Montag mit.

Der Kaufpreis für Acciona Windpower summiert sich auf 785 Millionen Euro. Davon wird Nordex 366,4 Millionen Euro bar zahlen. Daneben sollen 16,1 Millionen neue Nordex-Aktien zum Preis von 26 Euro je Anteilsschein über eine Kapitalerhöhung ausgegeben werden.

Hier kommen die Milliardärin Susanne Klatten und ihr Mann Jan Klatten ins Spiel: Im Zuge des Deals verkauft auch die BMW-Erbin einen Großteil ihres Nordex-Aktienpakets an Acciona. Die von ihr und Aufsichtsratsmitglied Jan Klatten beherrschte SKion/momentum wird ihren Anteil an Nordex von 22,8 Prozent auf 5,7 Prozent senken. Klatten werde Mitglied im Kontrollgremium bleiben. Mit Acciona sei vereinbart, dass zwei Drittel des Aufsichtsrats für fünf Jahre unabhängig von Acciona sein werden.

"Mit dem Zusammenschluss legen wir eine stabile Grundlage für zukünftiges profitables Wachstum", sagte Nordex-Chef Lars Bondo Krogsgaard. Die Unternehmen ergänzten sich ideal. Während Nordex in Europa und dem Nahen Osten stark sei, habe Acciona Windpower sein Augenmerk auf Amerika und den Schwellenländern.

Dass die Spanier ihren Anteil an Nordex weiter aufstocken, ist erst einmal ausgeschlossen: Nordex habe mit Acciona ein Stillhalteabkommen über drei Jahre vereinbart, sagte Krogsgaard. In der Zeit dürfe der spanische Konzern Stimmrechte weder direkt noch indirekt erwerben.

In Deutschland muss ein Großaktionär beim Erreichen der 30-Prozent-Schwelle den anderen Anteilseignern ein öffentliches Übernahmeangebot machen.

An der Börse kam der geplante Deal gut an. Die Aktie von Nordex Börsen-Chart zeigen legte 7,7 Prozent auf 26,89 Euro zu.

rei/reuters/dpa

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