Donnerstag, 21. September 2017

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Daimler weitet Batteriegeschäft aus Mercedes greift Tesla mit deutschen Speichern in Kalifornien an

Häuser mit Solaranlagen in Kalifornien

Autobauer Daimler Börsen-Chart zeigen weitet sein Geschäft mit stationären Batteriespeichern aus und nimmt dabei Erzfeind Tesla Börsen-Chart zeigen ins Visier. In dessen Heimat Kalifornien beginnt die Konzerntochter Mercedes-Benz Energy eine US-Akku-Offensive und verbündet sich dazu mit dem Solaranlagen-Installateur Vivint.

Vivint ist einer der wichtigsten Konkurrenten auf dem US-Solarmarkt für Tesla. Die von Elon Musk geführte Elektroauto-Firma hatte sich im vergangenen Jahr mit der Übernahme von SolarCity auf dieses Gebiet vorgewagt.

Angesichts sinkender Preise für Photovoltaikanlagen und Batterien ist es für eine wachsende Zahl von Hausbesitzern ökonomisch attraktiv, selbst erzeugten Solarstromzu speichern und später zu verbrauchen. Vor allem in Gebieten, wo Elektrizität aus dem öffentlichen Netz teuer ist oder zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedlich viel kostet, erfreuen sich die Systeme zunehmender Beliebtheit. Dazu gehören Deutschland, Australien sowie einzelne US-Bundesstaaten wie Hawaii und eben Kalifornien.

Mercedes betont aber auch das mögliche Zusammenspiel mit Elektroautos: "Da Mercedes-Benz seine Flotte elektrifiziert, sind Solaranlagen und Speicher entscheidend, um diese Fahrzeuge mit sauberem Strom zu versorgen", sagte Mercedes' US-Speicher-Chef Boris von Bormann laut einer Mitteilung.

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Bild: Bloomberg / Wochit

Seine Akkupakete baut Daimler in der konzerneigenen Batteriefabrik im sächsischen Kamenz. Im Gegensatz zu anderen Herstellern sieht Mercedes-Benz Energy große Synergien zwischen den Speichern für seine Elektroautos und die Hausbatterien. Die Technik sei "auf der Straße getestet", betont der Hersteller.

Das Unternehmen bietet in den USA vergleichsweise kleine Batterieeinheiten mit einer Speicherkapazität von 2,5 Kilowattstunden an, die sich zu größeren System zusammenschalten lassen. Teslas Batterie speichert dagegen 14 Kilowattstunden.

Zahlreiche Hersteller aus verschiedenen Branchen wollen an dem stark expandierenden Markt teilhaben, darunter Energieversorger, asiatische Elektronik-Spezialisten und deutsche Mittelständler. Laut einer Untersuchung der Unternehmensberatung Bloomberg New Energy Finance könnte der Speichermarkt bis 2040 auf 250 Milliarden Dollar wachsen.

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