Sonntag, 26. Juni 2016

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Windenergie in der Kritik Die fünf größten Risiken der Himmelsstürmer

Windpark in Brandenburg: Die Windkraftindustrie ist nicht mehr nur Angreifer, sondern wird verstärkt selbst angegriffen
Hamburg - Eigentlich ist die Windkraftindustrie in Feierlaune. Das vergangene Jahr hat mal wieder einen Rekord gebracht. Weltweit wurden 2014 Anlagen mit gut 51 Gigawatt zugebaut. Sie produzieren so viel Strom wie etwa zwölf mittelgroße Atomkraftwerke. In Deutschland stellten Windmüller Anlagen mit gut fünf Gigawatt auf - so viel wie nie zuvor.

Die Windenergie hat aber auch deshalb einen Lauf, weil sie vielerorts schon als die günstigste Form der Stromerzeugung überhaupt gilt - ohne Subventionen. Selbst Elektrizität aus US-Gaskraftwerken ist mitunter teurer, hat die New Yorker Investmentbank Lazard unlängst ermittelt. "Wir haben immer gesagt, 'irgendwann' werden Solar- und Windenergie wettbewerbsfähig mit konventioneller Stromerzeugung sein", so Lazard-Energieexperte George Bilicic. "Jetzt ist 'irgendwann'."

Es ist allerdings keineswegs ausgemachte Sache, dass die Windenergie nun ungestört ihren großen Siegeszug beginnt. Denn wie jede junge Technologie stößt auch die Windkraft an immer neue Grenzen - gerade, weil sie so rasant wächst.

Teils massive Fehlschläge begleiten den Aufschwung der Ökoenergie, nicht nur bei den deutschen Offshore-Projekten. Langjährige Erfahrungswerte für die Anlagen liegen kaum vor.

Teile der Bevölkerung reagieren skeptisch bis feindselig auf Rotoren

Teile der Bevölkerung reagieren zudem skeptisch bis feindselig auf neue Rotoren. Dies besonders in Ländern wie Deutschland, wo schon viele Windräder stehen. Regionalpolitiker springen auf den Zug auf und machen Stimmung gegen die Mühlen.

Reicht der erhebliche Vertrauensvorschuss für den endgültigen, großen Durchbruch der Windkraft? Wird sie das Rückgrat der deutschen Stromversorgung, wie das Bundeswirtschaftsministerium immer wieder betont? manager magazin analysiert die größten Herausforderungen einer Technologie am Scheideweg.

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