Donnerstag, 23. März 2017

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Kluge Investments für Hausbesitzer So machen Sie Ihr Haus fit fürs optimale Energiesparen

Planen, umsetzen, sparen: In acht Schritten zum sanierten Haus
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Energiebewusstes Wohnen, das war vor einigen Jahren noch ein Trend - inzwischen ist es in vielen Fällen ein Muss. Das liegt auch daran, dass der Staat seine Anforderungen auf dem Gebiet sukzessive erweitert hat. Die Frage, die sich Bauherren und Immobilienbesitzer heute stellen, lautet daher in der Regel nicht mehr ob, sondern wie stark beim Bauen oder Sanieren auf energetische Aspekte geachtet werden soll.

Eine Frage, auf die es je nach Einzelfall unzählige verschiedene Antworten gibt. Denn, wie beispielsweise Andreas Skrypietz, Fachmann von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), weiß: Den Königsweg zur optimalen Energieeffizienz gibt es nicht. "Es gibt ein großes Bündel verschiedener möglicher Maßnahmen, und vieles ähnelt sich", so Skrypietz. "Letztlich ist die Ausgangslage, die erforderlichen oder möglichen Maßnahmen sowie das, was tatsächlich unternommen wird, jedoch bei beinahe jeder Immobilie anders."

Wer sich dem Thema systematisch nähern will, kann im wesentlichen vier Bereiche unterscheiden, auf denen sich Eingriffe anbieten:

  • die Decken, als da wären vor allem die oberste Geschossdecke beziehungsweise das Dach sowie die Kellerdecke,
  • die Außenwände,
  • die Fenster und Türen sowie
  • die Heizungsanlage.

Das sind bei jedem Haus und jeder Wohnung gewöhnlich die wichtigsten Stellen, an denen mitunter mehr Energie aufgewendet wird beziehungsweise nach außen dringt, als nötig. Wer allerdings beschlossen hat, den einen oder anderen dieser kritischen Punkte in Angriff zu nehmen, steht meist bereits vor den nächsten Fragezeichen. Dann geht es ins Detail, wie zum Beispiel: Styropor, Holzfaser oder Zellulose - mit welchem Material soll die Kellerdecke versehen werden? Kommt an den Hauswänden eher eine Innen- oder eine Außenverkleidung in Frage? Oder: Welches ist im Einzelfall die ideale Heizungsanlage?

Die Antworten auf solche Fragen fallen nicht immer leicht. Manches Dämmmaterial etwa - beispielsweise Styropor - ist kostengünstig, aber unter anderem in Bezug auf seine Eigenschaften im Brandfall sowie Entsorgungsprobleme umstritten, erläutert Experte Skrypietz. Mineral- oder Steinwolle dagegen dämme besser, sei jedoch auch teurer. Umweltbewusste Bauherren könnten nach Angaben des DBU-Mannes zudem über Hanf oder Zellulose nachdenken.

Oder die Entscheidung zwischen Außen- oder Innendämmung, bei der laut Skrypietz ebenfalls verschiedene Aspekte eine Rolle spielen: Soll die Fassade der Immobilie optisch verändert werden? Ist im Innenraum überhaupt ausreichend Platz für zusätzliche Dämmschichten vorhanden?

"In der Regel gibt es ein bestimmtes finanzielles Budget, und dann wird geschaut, was man damit erreichen kann", erläutert der Fachmann die übliche Vorgehensweise bei Energiemaßnahmen an Wohnimmobilien. "Ziel ist es, den Energiebedarf zu senken. Denn je niedriger dieser ist, umso eher kommen auch andere Energiequellen infrage, als die nach wie vor weit verbreitete Öl- oder Gasheizung." Die Rede ist dann laut Skrypietz beispielsweise von Holzheizungen, Wärmepumpen und ähnlichem.

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