Samstag, 17. November 2018

Mögliche Korruption in Nigeria, Kongo und Venezuela Rohstoffriese Glencore unter Druck - US-Justiz lädt vor

Erzabbau im Kongo: Kobalt und Kupfer sind wichtige Rohstoffe im Zeitalter der Elektro-Mobilität

Die Aktien des Rohstoffriesen Glencore Börsen-Chart zeigen sind am Dienstag gegen den freundlichen Gesamttrend stark unter Druck geraten. Sie rutschten zeitweise um knapp 10 Prozent ab und fielen auf den niedrigsten Stand seit August 2017. Damit waren sie auch das Schlusslicht im britischen Leitindex FTSE 100 Börsen-Chart zeigen.

Grund für den Kursrutsch: Die US-Tochter des Bergbaukonzerns ist vom US-Justizministerium vorgeladen worden. Die US-Justiz will wissen, ob Anti-Korruptions- und Geldwäschegesetze eingehalten wurden und fordert hierfür die Vorlage von Dokumenten. Diese beziehen sich nach Mitteilung von Glencore auf Geschäfte der Gruppe in Nigeria, der Demokratischen Republik Kongo und Venezuela von 2007 bis heute.

Glencore prüfe die Vorladung und werde zu gegebener Zeit weitere Informationen zur Verfügung stellen, schreibt der Konzern in einer Stellungnahme.

Vor allem der Kongo spiele eine wichtige Rolle in den Plänen von Glencore, stark von der aufkommenden Elektromobilität zu profitieren, hieß es in einer Analyse von Independent Research. Das Land verfüge über große Vorkommen an Kupfer und Kobalt.

la/dpa/reuters

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