Energiemanager magazin RSS  - Energie

Alle Artikel und Hintergründe


06.06.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Gazprom
Russlands blauer Gigant wankt

Von Martin Hintze

Größter Gasproduzent der Welt, Goldesel Russlands, Garant der Rohstoffmacht: Gazprom hatte lange den Nimbus der Unbesiegbarkeit. Ausgerechnet zum 20. Jubiläum kämpft der Gasriese an allen Fronten. Selbst aus dem Kreml kommt Kritik.

Gazprom-Zentrale in Moskau: 37 Prozent Gewinnrückgang
REUTERS

Gazprom-Zentrale in Moskau: 37 Prozent Gewinnrückgang

Hamburg - Für Alexey Miller ist die Marschroute klar: "Unser strategisches Ziel ist es, Gazprom zur Nummer eins im globalen Energiemarkt zu machen", verkündete der Vorstandschef zum 20. Konzerngeburtstag des russischen Gasriesen Anfang Februar.

In einem Glückwunschschreiben an seine Mitarbeiter betonte Miller seine jüngsten Erfolge. Das "riesige" Gasfeld Bovanenkovo auf der sibirischen Halbinsel Jamal läute eine "neue Ära der Gasindustrie" ein.

Neue Produktionszentren im Osten Russlands würden die Tore zum vielversprechenden asiatischen Markt aufstoßen. Die Pipelines Nord Stream und South Stream sicherten die starke Position Gazproms auf dem Kernmarkt Europa "für die nächsten Dekaden".

Keine drei Monate später muss einer der mächtigsten Männer Russlands erklären, wie es zu einem Gewinneinbruch von 37 Prozent im vergangen Jahr kommen konnte. Unter den weltweit gewinnstärksten Konzernen findet sich Gazprom Chart zeigen plötzlich auf Rang drei hinter Exxon Mobil Chart zeigen und Apple Chart zeigen wieder.

IEA prognostiziert Verlust der Weltmarktführerschaft

Bereits im April fiel der Wert des Gasriesen unter die Schwelle von 100 Milliarden Dollar. Seit 2008 hat Gazprom zwei Drittel seines Marktwertes verloren. Dabei hatte Miller als Zielmarke für 2015 einen Börsenwert von einer Billion Dollar vorgegeben. Nach Analystenberechnungen ist Gazprom an der Börse nicht einmal halb so viel wert wie sein riesiges Netz aus Bohrtürmen, Produktionsstätten und Pipelines. Und es kommt noch schlimmer: Die Internationale Energieagentur (IEA) sagt voraus, dass Gazprom binnen zehn Jahren seine Weltmarktführerschaft einbüßen wird.

Die Folgen für die Rohstoffmacht Russland sind tiefgreifend. Im April warf das Wirtschaftsministerium die Konjunkturprognose über den Haufen. Statt 3,6 Prozent BIP-Wachstum werden nur noch 2,4 Prozent erwartet. Wenn der einstige Goldesel des Kreml weniger Gewinn macht, sinken auch die Investitionen, so die Befürchtung.

Russlands Gigant ist angeschlagen. Der halbstaatliche Gasriese, der 1993 aus dem russischen Energieministerium hervorging und heute ein Sechstel der weltweiten Gasproduktion kontrolliert, kämpft an vielen Fronten. manager magazin online analysiert die zehn dringendsten Probleme:

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Energie-Reform
Neues EEG tritt zum August in Kraft
Wie stark ist Deutschland wirklich?
"Den Erfolg nicht zu Kopf steigen lassen!"
Stromerzeugung
Texas, das gelobte Land der Windenergie
mm-Grafik
Wann Tanken wenig kostet

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH



Hintergründe, Artikel, Fakten

finden Sie auf den Themenseiten zu ...

Die teure Kluft: Öl- und Gaspreise im Vergleich
eegas.com / manager magazin online

Die teure Kluft: Öl- und Gaspreise im Vergleich










Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger