Dienstag, 12. Dezember 2017

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Teyssens Sparprogramm trifft Essen schwer Eon stutzt nagelneue Konzernzentrale zurecht

Eon-Chef Johannes Teyssen vor der Konzernzentrale in Essen
picture alliance / dpa
Eon-Chef Johannes Teyssen vor der Konzernzentrale in Essen

Gerade einmal ein Jahr nach Bezug der neuen Konzernzentrale in Essen will der Energiekonzern Eon dort zahlreiche Arbeitsplätze abbauen. "Eon wird dezentraler. Das heißt, dass vor allem in der zentralen Verwaltung Stellen wegfallen", sagte Eon-Chef Johannes Teyssen der "Rheinischen Post".

"Naturgemäß ist auch Essen als Konzernsitz betroffen, wo wir derzeit rund 600 Mitarbeiter in Zentralfunktionen haben", sagte Teyssen weiter. Insgesamt hat Eon in Essen 2000 Mitarbeiter. "Wir prüfen aber auch, wo Tochterunternehmen und Shared-Service-Center effizienter werden können."

Der Abbau erfolgt im Rahmen des Sparprogramms "Phoenix", mit dem Eon 400 Millionen Euro sparen will. "Nach früheren Erfahrungen entfallen bei Effizienzprogrammen dieser Art meist 50 Prozent der Einsparungen auf Personal- und 50 Prozent auf Sachkosten. So könnte es auch bei 'Phoenix' sein", sagte Teyssen. Das Ausmaß des Stellenabbaus werde gerade ermittelt.

Auf die Frage, ob er betriebsbedingte Kündigungen ausschließe, sagte Teyssen: "Wie immer in solchen Fällen bemüht sich Eon um sozialverträgliche Lösungen. Das haben wir dem Betriebsrat auch bereits zugesagt. Ich bin zuversichtlich, 2017 faire Lösungen zu finden, zumal unsere Transfergesellschaft weiter läuft."

Der Energiekonzern hatte seine Konzernzentrale Ende 2015 von Düsseldorf nach Essen verlegt. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist der Hauptsitz der Konzerntochter Uniper angesiedelt, in der das Geschäft mit Kohle- und Gaskraftwerken gebündelt ist. Eon selbst konzentriert sich nach der Aufspaltung auf erneuerbare Energien, das Netzgeschäft und den Energiehandel.

nis/rtr

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