Samstag, 2. Juli 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Energie-Reform Neues EEG tritt zum August in Kraft

Solaranlage auf dem Dach: Wer viel Strom selbst verbraucht, verdient am meisten

Zum 1. August tritt das überarbeitete Erneuerbare-Energien-Gesetz in Kraft. Dabei wird unter anderem die Förderung der Wind- und Bioenergie eingeschränkt. Betreiber von Solaranlagen erhalten nicht mehr Geld - anders als in einer früheren Version dieser Meldung zu lesen war.

Hamburg - Eines der größten Reformprojekte der großen Koalition tritt zum 1. August in Kraft - das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Ziel ist es, die Kostendynamik bei der Ökostrom-Förderung zu bremsen und die regenerativen Energien stärker an den Markt heranzuführen.

Für die einzelnen Ökostrom-Arten ergeben sich zahlreiche Änderungen:

• Windkraft auf See: Die Ausbauziele sind reduziert worden - bis 2020 sollen Anlagen mit einer Leistung von 6000 Megawatt gebaut werden (bisherige Planung: 10.000 Megawatt).

• Windkraft an Land: Es wird ein Ausbau auf 2400 bis 2600 Megawatt im Jahr angestrebt. Die Vergütung sinkt, wenn der Ausbau schneller vorangeht als geplant. Die Bundesländer können künftig selbst entscheiden, wie groß der Abstand von Windkraftanlagen zu Wohnhäusern sein soll.

• Biomasse: Der Ausbau soll stark reduziert werden (auf 100 Megawatt im Jahr), da er sich als vergleichsweise teuer erwiesen und zu einem starken Zuwachs des Maisanbaus geführt hat. Künftig sollen vor allem landwirtschaftliche Abfallstoffe verwendet werden.

• Solaranlagen: Der Ausbau soll sich bei 2400 bis 2600 Megawatt im Jahr einpendeln. Jeden Monat sinkt die Vergütung für neu errichtete Anlagen um 0,5 Prozent. Werden mehr Anlagen zugebaut, sinkt die Vergütung schneller.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieser Meldung hieß es, Besitzer von Solaranlagen bekämen künftig mehr Geld. Dies ist nicht richtig. In Paragraf 51 des neuen Gesetzes sind zwar höhere Werte genannt. Allerdings gib es anderer Stelle (Paragraf 37) Abzüge, so dass sich unterm Strich keine Erhöhung ergibt. Von Juli auf August sinkt die Förderung für Anlagen bis zehn Kilowatt daher von 12,88 auf 12,75 Cent pro Kilowattstunde. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

nis

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH