Freitag, 19. Oktober 2018

BP-Studie Chinas Energiehunger wird Öko-Energietreiber

China braucht immer mehr Energie: Die Volksrepublik wird laut der BP-Studie bis 2040 mehr Zuwachs an alternativen Energien verzeichnen als alle OECD-Staaten zusammen

Der britische Energieriese BP rechnet mit einem weltweit stark steigenden Energiehunger bei wachsender Bedeutung alternativer Energien. Aufgrund des kräftigen Wirtschaftswachstums in den Entwicklungsländern werde die weltweite Energienachfrage bis 2040 um ein Drittel steigen, hieß es in dem aktuellen Energieausblick des Unternehmens. "Mehr als 40 Prozent des gesamten Wachstums der Energienachfrage wird durch alternative Energien befriedigt werden", sagte BP-Chefvolkswirt Spencer Dale.

China werde dabei vor Indien der größte Treiber sein und mehr Zuwachs bei alternativen Energien verzeichnen als alle OECD-Staaten zusammen. Der Anteil der Öko-Energie am weltweiten Gesamtenergieaufkommen werde sich bis 2040 auf circa 14 Prozent verfünffachen - insbesondere getrieben durch Wind- und Solarenergie.

Der Energiemix werde dann so vielseitig sein wie nie zuvor, sagte Dale. "Öl, Erdgas, Kohle und nicht-fossile Energieträger werden jeweils einen Anteil von ungefähr 25 Prozent am weltweiten Energieverbrauch besitzen." Laut BP wird Erdgas Kohle als zweitgrößte Energiequelle ablösen. Nahezu ein Viertel der globalen Erdgasförderung werde künftig auf die USA entfallen.

Der Bedarf an Öl werde in den kommenden Jahren zunächst zulegen, sich dann aber stabilisieren, erwartet BP. Einerseits werde die Nachfrage insbesondere durch die Schwellenländer gestützt. Andererseits werde aber die Förderung in den USA das Angebot hoch halten. Zudem werden laut der Prognose die Staaten des Ölkartells Opec ihre Marktanteile wieder ausweiten. Derzeit halten sie aufgrund einer Vereinbarung mit anderen wichtigen Förderländern wie Russland ihre Ölproduktion begrenzt, um den Ölpreisen Auftrieb zu geben.

mg/bp

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