Montag, 19. November 2018

Konzernumbau Aufspaltung gefährdet Rating von Eon

Eon-Zentrale in Essen: Noch vier Stufen über dem Ramsch-Bereich

Eons Kreditwürdigkeit könnte unter dem radikalen Umbau leiden: Die Rating-Agentur Moody's prüft eine Herabstufung des Energiekonzerns - sieht aber auch positive Effekte in der Aufspaltung.

Essen - Wegen seiner geplanten Aufspaltung drohen Eon Börsen-Chart zeigen ein schlechteres Kredit-Rating und damit steigende Finanzierungskosten. Die Ratingagentur Moody's teilte mit, sie prüfe das aktuelle Rating mit Blick auf eine Herabstufung.

Der von Eon angekündigte Umbau des Konzerns habe zwar positive und negative Aspekte für die Bonität, teilte Moody's weiter mit. Insgesamt aber könnten die Umbau-Effekte Eons Kreditprofil schwächen.

Für Eon käme ein schlechteres Rating nicht überraschend. Der Düsseldorfer Konzern hatte am Montag erklärt, sollte es im Zusammenhang mit der Neuaufstellung zu einer Veränderung der Einstufung kommen, sei es sein Ziel, diese auf eine Stufe zu beschränken. Moody's bewertet Eon derzeit mit "A3", was noch vier Stufen über dem Ramsch-Bereich liegt.

Eon hatte angekündigt, seine Atom- und Kohle-Kraftwerke 2016 in eine neue Gesellschaft auszugliedern. Der übrige Konzern soll sich dann auf das Ökostrom-Geschäft konzentrieren. Mit dem Umbau sind Eon zufolge Kosten und Steuern in noch unklarer Höhe verbunden. Zudem fürchten Kritiker, auf diese Weise könne sich Eon der Verpflichtungen für atomare Altlasten entledigen.

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ts/dab/rtr

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