Donnerstag, 29. September 2016

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mm-Grafik am Mittag Atomkraft? Ja, bitte!

Deutschland schwört der Atomkraft ab und setzt für die Zukunft vor allem auf die Stromerzeugung durch regenerative Energien. Für viele andere Staaten in Europa ist die Kernenergie dagegen noch von großer Bedeutung.


Hamburg - Deutschland steigt aus der Atomkraft aus, im Rest von Europa nimmt die Kernenergie aber nach wie vor eine bedeutende Rolle ein. Die Grafik von Statista zeigt die europäischen Staaten mit dem höchsten Anteil der Atomenergie an der Stromerzeugung im Jahr 2013.

Angeführt wird die Liste klar von Frankreich, das laut IAEA auf satte 73,3 Prozent Atomstrom kam. Jeweils knapp über 50 Prozent des Stroms wurden in Belgien, der Slowakei und Ungarn auf diese Art gewonnen

Mit Tschechien und der Schweiz haben zwei weitere Nachbarn Deutschlands mehr als ein Drittel des Stroms aus Kernkraftwerken bezogen. In der Bundesrepublik lag der Anteil im vergangenen Jahr bei rund 15,5 Prozent.

Für die Zukunft sehen die Aussichten der Kernkraft allerdings eher düster aus. Tschechien hat die Erweiterung der Meiler in Temelin auf Eis gelegt, und Neubauten in Frankreich und Finnland kämpfen mit gigantischen Kostenexplosionen. In England sind ebenfalls neue Kernkraftwerke geplant, doch der Strom wird extrem teuer werden - deutlichteurer als Strom aus Solaranlagen.


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