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14.05.2013
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Stromdiscounter
Care Energy im Visier der Netzagentur

Hat Care Energy im Visier: Die Bundesnetzagentur verdächtigt das Unternehmen, "innovative Rechtsauslegung" zu betreiben
DPA

Hat Care Energy im Visier: Die Bundesnetzagentur verdächtigt das Unternehmen, "innovative Rechtsauslegung" zu betreiben

Die Branche steht unter Druck, Billigstromanbieter geraten ins fadenkreuz von Verbraucherschützern - und jetzt verstärkt der Bundesnetzagentur: Die Behörde geht nun nach Medieninformationen gegen den Energieanbieter Care Energy vor.

Hamburg - Billigstrombieter geraten zunehmend ins Visier der Behörden. Nachdem der Energiediscounter Flexstrom seinem Konkurrenten Teldafax in die Pleite folgte, geht nun die Bundesnetzagentur gegen den Energieanbieter Care Energy vor.

Die Behörde habe ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen das Unternehmen mit seinen über 250.000 Kunden eingeleitet, sagte eine Netzagentur-Sprecherin am Dienstag in Bonn und bestätigte damit in Teilen einen Bericht des "Handelsblatts". Hintergrund des Verfahrens sei der Verdacht, dass Care Energy "innovative Rechtsauslegung" betrieben und damit seine gesetzlich vorgeschriebene Pflicht umgangen habe, sich als Energielieferant zu melden.

Care Energy bezeichne sich stattdessen selbst als Energiedienstleister, sagte die Netzagentur-Sprecherin. Das Unternehmen habe nun die Möglichkeit, zu dem Sachverhalt Stellung zu beziehen. Es laufe ein entsprechendes Anhörungsverfahren. Care Energy bietet Kunden eigenen Angaben zufolge neben der Lieferung von Energie auch Leistungen wie Beratungen zu Energieeffizienz und Gebäudesanierung an.

Care Energy ist erst seit Ende 2011 auf dem Markt und einer der am schnellsten wachsende Anbieter. Als "Energiedienstleister" fühlt das Unternehmen sich nicht an die EEG-Abgabe für die Energiewende geboten, die andere Stromanbieter zahlen müssen.

Unterschiedliche Rechtsauffassungen gibt es laut Handelsblatt auch bezüglich der möglichen Konsequenzen für die Kunden: Während die Bundesnetzagentur Anschlusssperrrungen für Endverbraucher für möglich hält, Kunden bei einer Insolvenz des Unternehmens also tatsächlich ohne Strom dastehen könnten, widerspricht Care Energy dem Blatt zufolge dieser Darstellung und geht davon aus, dass Kunden in diesem Fall in die Grundversorgung fallen würden.

afp/mh

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