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08.04.2013
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Streit mit Ex-Chef
Solar Millenium einigt sich mit Claassen

Utz Claassen: Forderungen von 200 Millionen Euro zurückgenommen
DPA

Utz Claassen: Forderungen von 200 Millionen Euro zurückgenommen

Ende eines jahrelangen Rechtsstreits: Der Insolvenzverwalter von Solar Millenium hat mit dem Ex-Vorstandschef des Unternehmens, Utz Claassen, einen Vergleich geschlossen.

Erlangen - "Wir haben uns mit Utz Claassen auf einen Vergleich geeinigt", teilte Volker Bohm, der Insolvenzverwalter von Solar Millenium mit. Damit würden beide Seiten ihre wechselseitigen Forderungen für erledigt erklären.

Claassen hatte im März 2010 nur wenige Wochen nach der Übername des Chefposten von Solar Millenium wieder gekündigt. Für seinen Amtsantritt erhielt er damals allerdings eine Einmalzahlung in Millionenhöhe.

Solar Millenium forderte das Geld nach dem Rücktritt zurück und stritt vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth auch um die Abfindung. Claassen wiederum forderte 200 Millionen Euro Schadensersatz, weil er seinen Ruf geschädigt sah.

Der Insolvenzverwalter hat die Kündigung Claassens nun für begründet und rechtmäßig erklärt und festgestellt, dass die Gläubiger keinerlei Rückforderungsansprüche haben. Im Gegenzug nimmt auch der Manager seine Forderungen zurück.

Solar Millenium: Ex-Vorstände unter Beschuss

mg

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Solar Millennium

Die auf die Projektierung und den Bau von Solarkraftwerken spezialisierte Solar Millennium AG meldete im Dezember 2011 Insolvenz an. Im Februar des darauffolgenden Jahres wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Als Grund für die Pleite wurden zum einen Verzögerungen beim Verkauf des US-Geschäfts an die Solarhybrid AG angeben. Zudem sei für ein Großprojekt in Spanien ("Ibersol") kein Investor gefunden worden.
  • Copyright: Solar Millennium
    Solar Millennium
    Betroffen von der Pleite sind mehr als 30.000 Geschädigte. Darunter befinden sich 14.000 Aktionäre. Die kommen als Gesellschafter bei der Verteilung der Insolvenzmasse allerdings erst zum Zuge, wenn die Gläubiger bedient sind.
  • Bei letzteren handelt es sich vor allem um 16.000 Zeichner von Anleihen des Unternehmens. Deren Forderungen summieren sich auf mehr als 235 Millionen Euro. Hinzu kommen mehr als 273 Millionen Euro, die weitere Gläubiger von dem Unternehmen haben wollen.
  • Der größte Einzelposten davon entfällt mit rund 200 Millionen Euro auf den ehemaligen Kurzzeit-Chef von Solar Millennium, Utz Claassen. Claassen hatte den Chefsessel Anfang 2010 nach wenigen Wochen wieder geräumt und fordert nun Entschädigung für eine angebliche Rufschädigung.
Vom Insolvenzverwalter ist derzeit lediglich zu erfahren, dass die Gläubiger mit einer substanziellen Quote rechnen dürfen. Das Verfahren dürfte sich noch Jahre hinziehen.









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