Dienstag, 4. August 2015

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Prominente Managerin geht Vorstände verlassen Eon und RWE

Managerin Regine Stachelhaus: Verlässt Eon Mitte des Jahres

Wechsel von einem Haus zum anderen? RWE verkleinert seinen Vorstand, nachdem Leonhard Birnbaum den Stromriesen verlässt. Spekuliert wird jetzt über den Wechsel zu Eon. Der größte deutsche Energiekonzern muss zeitgleich den Abgang von Vorstandsmitglied Regine Stachelhaus melden.

Essen/Düsseldorf - Der Stromkonzern RWE verkleinert seinen Vorstand. Das für kommerzielle Steuerung zuständige Vorstandsmitglied Leonhard Birnbaum werde das Unternehmen Ende September verlassen, teilte RWE Börsen-Chart zeigen am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Der 46-Jährige habe auf die angebotene Verlängerung seines Vertrages verzichtet. Sein Posten soll nicht nachbesetzt werden.

Die "Rheinische Post" hatte zuvor berichtet, Birnbaum werde zum Konkurrenten Eon Börsen-Chart zeigen wechseln und dort den Bereich von Technologievorstand Klaus-Dieter Maubach übernehmen. Das Blatt berief sich auf Kreise des Eon-Aufsichtsrats. Birnbaum war 2011 als möglicher Nachfolger des damaligen RWE-Chefs Jürgen Großmann im Gespräch.

Bei Eon wird Vorstandsmitglied Regine Stachelhaus Mitte des Jahres ausscheiden. Sie habe Aufsichtsratschef Werner Wenning schon vor einigen Wochen gebeten, ihren Vertrag vorzeitig aufzulösen, teilte sie mit. Grund sei eine schwere Erkrankung im engsten Familienkreis. Eon-Chef Johannes Teyssen hatte Stachelhaus 2010 als erste Frau in den Eon-Vorstand geholt. Zuvor war die Juristin Geschäftsführerin von Unicef Deutschland.

Der RWE-Aufsichtsrat beschloss außerdem, der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende von 2 Euro je Aktie vorzuschlagen. Der Vorstand um Unternehmenschef Peter Terium soll nach dem Ausscheiden Birnbaums auf vier Mitglieder verkleinert werden. Bei Deutschlands zweitgrößtem Versorger läuft derzeit ein Sparprogramm mit erheblichem Stellenabbau.

kst/dpa

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