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30.01.2013
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Wegen Energiewende
Eon rechnet mit Gewinneinbruch

Eon-Zentrale in Düsseldorf: Die Eckdaten für 2012 lagen im Rahmen der Erwartungen, die Aktie gewann daher kurz nach der Mitteilung 4 Prozent
DPA

Eon-Zentrale in Düsseldorf: Die Eckdaten für 2012 lagen im Rahmen der Erwartungen, die Aktie gewann daher kurz nach der Mitteilung 4 Prozent

Deutschlands größter Stromversorger Eon rechnet wegen der Energiewende und der europaweiten Marktschwäche in diesem Jahr mit deutlich weniger Gewinn. Konzernchef Johannes Teyssen will den Umbau forcieren.

Düsseldorf - Im laufenden Jahr peilt Eon Chart zeigen einen um Sondereffekte bereinigten Überschuss von 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro an, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Das wären bis zu 50 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Der Konzernumbau, mit dem der seit 2010 amtierende Chef Johannes Teyssen die Folgen der Energiewende abfedern will, soll jetzt forciert werden.

Die Aktionäre sollen dabei weiter mit einer vergleichsweise hohen Dividende bei der Stange gehalten werden. Eon verspricht aber keine absolute Höhe mehr, sondern legt sich nur noch auf die Ausschüttungsquote fest. Diese soll in den kommenden Jahren wieder steigen.

Am Markt wurde vor allem das goutiert. Die Aktie legte nach Bekanntgabe der Zahlen um etwa ein Prozent zu. Seit der Konzern im November das Gewinnziel gesenkt hatte, hatte die Aktie deutlich nachgegeben.

Kraftwerke in Europa auf dem Prüfstand

Wegen der Energiewende und der Krise in Europa überprüft Teyssen jetzt, ob Kraftwerke in Europa stillgelegt werden sollen. Besonders Gaskraftwerke seien wegen des Zuwachses erneuerbarer Energien derzeit "überwiegend nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben", sagte er. Zudem sollen die Kosten weiter sinken und die Effizienz gesteigert werden. Darüber hinaus will sich Eon von noch mehr Randsparten trennen als bislang geplant.

Investitionen sollen jetzt noch stärker in die als Wachstumsfelder definierten Bereiche Dezentrale Energien, Erneuerbare und Märkte außerhalb Europas fließen. Der Konzern betreibt bereits große Windparks in den Vereinigten Staaten und ist bei Offshore-Projekten in der Nord- und Ostsee sowie bei Solarkraftwerken engagiert. Teyssen will die Kosten der Bereiche, die im Konzern verbleiben, deutlich senken.

Eon baut deshalb bis 2015 rund 11.000 Stellen ab - davon 6.000 in Deutschland. Dies ist schon länger bekannt, ein Sozialplan wurde bereits vereinbart. Die aktuelle Tarifrunde im deutschen Teil des Konzerns scheiterte dagegen. Eine Urabstimmung läuft bis Freitag. Es droht ein unbefristeter Streik.

Dividende wird deutlich sinken

Der Konzernumbau und die anderen Probleme drücken im laufenden Jahr auch auf das operative Ergebnis. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) könnte in diesem Jahr um bis zu 15 Prozent auf 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro sinken. Im vergangenen Jahr konnte Eon Chart zeigen das Ergebnis unter anderem wegen neu verhandelter Bezugspreise für Gas und weggefallener Sonderbelastungen deutlich steigern.

Für 2012 erhalten die Aktionäre daher noch eine Dividende von 1,10 Euro je Anteil - das sind zehn Cent mehr als für das Jahr zuvor. Eon schüttet damit rund die Hälfte des bereinigten Gewinns aus. Künftig soll dieser Wert bei 50 bis 60 Prozent liegen. Wegen des erwarteten Gewinneinbruchs wird die Ausschüttung aber Berechnungen von Analysten zufolge auf 55 bis 78 Cent je Aktie fallen

mg/dpa-afx/rtr

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