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24.01.2013
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Effizienz am Eigenheim
So finanziert der Staat die private Energiewende

Von Beatrix Boutonnet

Altbausanierung: Mit Investitionen bei Dämmung, Lüftung und Heizung lassen sich Kosten sparen
DPA

Altbausanierung: Mit Investitionen bei Dämmung, Lüftung und Heizung lassen sich Kosten sparen

Immer mehr Privatleute setzen auf ihre eigene Energiewende: Ökologisches Bauen und nachhaltiges Renovieren liegen im Trend. Dabei gibt es neben einem guten Gewissen auch manchen Euro Zuschuss vom Staat. Ein Überblick.

Rosenheim - Ski-Hallen und vollklimatisierte Mega-Einkaufszentren in der Wüste erscheinen uns Deutschen als riesige Energieschleudern. Damit liegen wir nicht falsch, doch weitaus mehr Energie verbrauchen unsere Häuser und Wohnungen, die nicht ausreichend energetisch saniert sind. Laut Zahlen der Bundesregierung verbrauchen öffentliche und private Gebäude für Heizung, Warmwasser und Beleuchtung einen Anteil von 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs und stehen gleichzeitig für fast 20 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes.

Dass hier großes Einsparpotenzial vorhanden ist, liegt auf der Hand, denn viele Häuser wurden lange vor der Einführung der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahre 1977, dem Vorläufer der heutigen, gesetzlichen Energieeinsparverordnung (EnEV), gebaut. Mit fachgerechter energetischer Sanierung und moderne Gebäudetechnik kann inzwischen viel erreicht werden: Bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs kann so eingespart werden, sagen Experten.

Was also ist zu tun? Im Allgemeinen sind wir Deutsche in Sachen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und ökologisches Bauen Musterschüler. Mülltrennung, der bewusste Umgang mit erneuerbaren Energien, Wasser und anderen Ressourcen gehört bei vielen zum Alltag.

Doch gerade bei Bestandsgebäuden muss die energetische Sanierung noch Fortschritte machen, sonst kann es Deutschland kaum schaffen, die ambitionierten Klimaziele von 30 Prozent bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Das weiß auch die Bundesregierung, und so hilft der Staat mit Fördermitteln nach - ein bisschen zumindest. Denn das ursprüngliche Gesetzesvorhaben zur Gebäudesanierung scheiterte nach langem Hin und Her im Dezember 2012 endgültig.

Fördergelder sprudeln

Nun hat das Bundesbauministerium und die KfW Bankengruppe das neue Zuschussprogramm vorgestellt. Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum, ist darüber durchaus froh, dämpfte aber gleichzeitig die Erwartungen: "Die gescheiterte steuerliche Förderung hätte eine Entlastung der Bürger von 1,5 Milliarden Euro bringen sollen. Mit der Bereitstellung von nur 300 Millionen Euro jährlich kann die Bundesregierung keine Sanierungseuphorie der Hauseigentümer erwarten."

Der Bund hat im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms etliche KfW-Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren aufgelegt. Die Antragstellung und Abwicklung ist relativ einfach. Gibt es Verständnisprobleme helfen Architekten und Energieberater weiter.

Kurz ein Blick auf die Zahlen: Bei durchschnittlichen Investitionssummen von 10.000 bis 25.000 Euro in Einzelmaßnahmen wie Modernisierung der Heizungsanlage, Einbau neuer Fenstern und Türen oder auch Dämmung von Außenwänden oder Dach gibt es nun einen zehnprozentigen Zuschuss bis maximal 5000 Euro, so der Verband Wohneigentum.

Verbessert hat sich auch die Förderung für umfassende Sanierungen. Für eine Modernisierung zum Energieeffizienzhaus 55 gibt es einen Zuschuss von 25 Prozent bis maximal 18.750 Euro, für den Energieeffizienzhaus 70 Standard kann man mit einem Zuschuss von 20 Prozent bis maximal 15.000 Euro rechnen. Bei der Kreditförderung wurden auch die Tilgungszuschüsse verbessert. Für das Energieeffizienzhaus 55 sind es nun 17,5 Prozent des Zusagebetrages, maximal 13.125 Euro, für das Energieeffizienzhaus 70 stieg der Wert auf 12,5 Prozent des Zusagebetrages, maximal 9375 Euro.

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