16.01.2013
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Algerien
Islamisten überfallen Standort von BP - acht Geiseln verschleppt

Gasfeld von BP in Algerien: Angriff eines islamistischen Kommandos am Morgen
dapd

Gasfeld von BP in Algerien: Angriff eines islamistischen Kommandos am Morgen

Ein islamistisches Kommando hat in Algerien einen Standort des Ölkonzerns BP angegriffen. Mehrere Ausländer wurden als Geiseln genommen und verschleppt. Bei dem Angriff hat es offenbar Tote und Verletzte gegeben.

Amenas - Militante Islamisten haben nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Algerien mindestens acht Ausländer entführt. Die Angreifer hätten am frühen Mittwochmorgen ein Gasfeld des Energiekonzerns BP überfallen und Briten, Norweger und Japaner verschleppt, sagte eine Gewährsperson.

Bei dem Angriff seien ein Wachmann getötet und sieben weitere verletzt worden, berichtete die algerische Nachrichtenagentur APS.

Die algerischen Streitkräfte hätten die Entführer und ihre Geiseln verfolgt und eingekreist, sagte die Gewährsperson. Die Soldaten stünden nun in Verhandlungen mit den Islamisten. BP bestätigte am Mittwoch einen "sicherheitsrelevanten Vorfall" am Gasfeld Ain Amenas im Osten Algeriens nahe der Grenze zu Libyen.

Einer der Angreifer erklärte laut Berichten von APS, seine Gruppe komme aus dem Nachbarland Mali, wo die französische Armee seit Ende vergangener Woche einen Militäreinsatz gegen Islamisten führt.

BP: "Sicherheitsrelevanter Vorfall" auf dem Gasfeld In Amenas

BP arbeitet vor Ort mit dem norwegischen Konzern Statoil sowie mit dem algerischen Energieunternehmen Sonatrach zusammen. Bei den Geiseln handele es sich vor allem um Briten, Norweger und Japaner, hieß es.

Der algerische Abgeordnete Mahmoud Guemama sagte unter Berufung auf Augenzeugen, ein Franzose und vier Japaner seien als Geiseln genommen worden. Ein Sprecher der französischen Botschaft konnte diese Information jedoch nicht bestätigen.

Die algerische Nachrichtenagentur meldete weiter, der Angriff sei am Morgen in der Region von Tiguentourine erfolgt, rund 40 Kilometer von der Stadt In Amenas entfernt. BP sprach in einer in London veröffentlichten Erklärung von einem "Sicherheitsvorfall" auf dem In Amenas Gasfeld im Osten des Landes nahe der Grenze zu Libyen.

Französischer Militäreinsatz in Mali

Seit Ende vergangener Woche führt Frankreich im Nachbarland Mali einen Militäreinsatz gegen die den Norden des westafrikanischen Landes kontrollierenden Islamisten.

Ein Kämpfer, der nach eigenen Angaben an dem Entführungskommando beteiligt war, sagte, seine Gruppe komme aus Mali und gehöre zum Terrornetzwerk Al-Kaida. "Wir sind Mitglieder von Al-Kaida, und wir kamen aus dem Norden Malis", sagte der Kämpfer in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP. "Wir gehören zu der Chaled Abul Abbas Brigade unter ihrem Anführer Mochtar Belmochtar." Belmochtar ist einer der bekanntesten Anführer des nordafrikanischen Al-Kaida-Ablegers AQMI.

la/dapd

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