Freitag, 6. März 2015

Ölpest im Golf von Mexiko BP-Partner Transocean zahlt 1,4 Milliarden

Deepwater Horizon: Plattformbetreiber Transocean schließt Vergleich mit US-Behörden
REUTERS/ U.S. Coast Guard
Deepwater Horizon: Plattformbetreiber Transocean schließt Vergleich mit US-Behörden

Fast drei Jahre nach der verheerenden Ölpest im Golf von Mexiko hat auch der Plattformbetreiber Transocean einen Vergleich mit der US-Regierung geschlossen. Das Unternehmen zahlt als Gegenleistung für die Beilegung von Zivil- und potenziellen Strafklagen insgesamt 1,4 Milliarden US-Dollar.

Hamburg - Wie bereits BP zahlt auch Partner Transocean eine Milliardenstrafe wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Das US-Justizministerium einigte sich nach Angaben vom Donnerstag mit dem in der Schweiz ansässigen Konzern auf eine Buße von 1,4 Milliarden Dollar. Transocean hat insgesamt 1,95 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit der Katastrophe zurückgelegt, 1,5 Milliarden davon für eine Abmachung mit dem Ministerium. Im Dezember hatte sich schon BP mit der Regierung auf eine Zahlung von 4,5 Milliarden Dollar verständigt.

Transocean gehörte die von BP betriebene Bohrplattform Deepwater Horizon, die im April 2010 im Golf von Mexiko explodiert war und die schwerste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst hatte. Elf Arbeiter kamen ums Leben. Fast 90 Tage floss unkontrolliert Öl ins Meer, weil BP das Leck nicht stopfen konnte. Die Ölpest hinterließ enorme Schäden in der Natur sowie für die Fischerei und den Tourismus.

An der New Yorker Börse zog der Transocean-Kurs um 7 Prozent an. Experten werteten die Einigung trotz der hohen Kosten als Befreiungsschlag für das Unternehmen. "Unterm Strich steht für mich fest, dass nun die große schwarze Wolke verschwindet, die über ihnen schwebte", sagte Analyst Phil Weiss von Argus.

kst/rt

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