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29.11.2012
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Hitachi/Mitsubishi
Japaner schmieden Kraftwerksallianz

Angriff auf Siemens: Mitsubishi-Chef Hideaki Omiya und Hitachi-Chef Hiroaki Nakanishi (v.l.)
AFP

Angriff auf Siemens: Mitsubishi-Chef Hideaki Omiya und Hitachi-Chef Hiroaki Nakanishi (v.l.)

Siemens und General Electric bekommen im Bau von Kraftwerken Konkurrenz aus Japan. Die Konzerne Mitsubishi und Hitachi wollen ihre Sparten in der Branche fusionieren. Ab 2014 entsteht der weltweit drittgrößte Anbieter.

Tokio - Die beiden Mischkonzerne Mitsubishi und Hitachi haben am Donnerstag angekündigt, ihre Geschäfte mit thermischen Kraftwerken ab 2014 zusammenzulegen. Mit einem Gesamtumsatz von 1,1 Billionen Yen (etwa 10 Milliarden Euro) würde der weltweit drittgrößte Anbieter nach Siemens und GE entstehen. Die Börse reagierte positiv auf die Nachricht. Die Aktien der beiden Unternehmen legten an der Tokioter Börse um fast 3 Prozent zu.

Mit dem Schritt wollen die Japaner ihre Produktpalette erweitern und den weltweiten Absatz steigern. Die Fusion schließt die Bereiche Gas- und Dampfturbinen sowie Kraftwerkssysteme und Brennstoffzellen ein. Ausgenommen ist das Geschäft mit der Atomwirtschaft.

Bisher überschneiden sich die Produktportfolios und Absatzgebiete der beiden Mischkonzerne so gut wie nicht. Mitsubishi Chart zeigen konzentriert sich auf große Gasturbinen, die vor allem in Südostasien und im Nahen Osten zum Einsatz kommen. Hitachi Chart zeigen hat kleine und mittlere Anlagen im Programm, die insbesondere in Europa und Afrika stehen.

An dem Gemeinschaftsunternehmen soll Mitsubishi Heavy Industries voraussichtlich 65 Prozent halten und Hitachi den Rest. Beide Unternehmen arbeiten bereits bei der Herstellung von Stahlkomponenten und dem Vertrieb von Zügen in Übersee zusammen. Auch ihr Geschäft mit Wasserkraftwerken haben sie längst zusammengelegt. Am im März 2011 havarierten Atomreaktor in Fukushima, dessen Block 4 von Hitachi erbaut wurde, leisteten sie dem Betreiber Tepco gemeinsam Unterstützung.

Japans Industrie steht wegen des stark gestiegenen Yen-Wechselkurses unter Druck, weil sich die Exporte verteuern. In den vergangenen Monaten und Jahren flüchteten sich bereits mehrere Konzerne in Zusammenschlüsse. Hitachi brachte seine Bildschirmsparte in das staatlich geführte Unternehmen Japan Display ein.

ak/dpa-afx/rtr

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