Mittwoch, 1. Juli 2015

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Gasnetzbetreiber Open Grid streicht jede sechste Stelle

Schwieriges Geschäft mit Gas-Pipelines: Open Grid will Kosten sparen

Im Mai hat Eon sein Gasnetz an eine Gruppe von Finanzinvestoren verkauft, nun starten diese einen umfangreichen Stellenabbau. Um die Rendite bei Open Grid zu steigern, bleibe keine andere Möglichkeit.

Essen - Der größte deutsche Ferngasnetzbetreiber Open Grid Europe will aus Kostengründen mehrere hundert Stellen abbauen. Bis 2016 einschließlich hat das Unternehmen laut Betriebsrat aber zugesichert, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Das teilte der Betriebsratsvorsitzende Frank Lehmann nach mehreren Betriebsversammlungen in dem Essener Unternehmen mit.

Ein Firmensprecher bestätigte einen Bericht der "WAZ"-Mediengruppe, nach dem 200 bis 300 der 1800 Arbeitsplätze in dem Unternehmen zur Disposition stehen.

Das Ferngasnetz war im Mai dieses Jahres vom Energiekonzern Eon Börsen-Chart zeigen für 3,2 Milliarden Euro an eine Gruppe von Investoren um die australische Bank Macquarie Börsen-Chart zeigen verkauft worden.

Der Gasnetzbetreiber mit rund 12.000 Kilometern Leitungen arbeitet - wie die gesamte Branche - auf der Grundlage regulierter Preise von der Bundesnetzagentur. "Um die Effizienz zu steigern, haben wir als Unternehmen nur die Möglichkeit, Sach- und Personalkosten einzusparen", hieß es in einer Erklärung des Unternehmens. Man sei sich mit dem Betriebsrat einig, dass die Personalmaßnahmen sozialverträglich erfolgen sollen, etwa über altersbedingtes Ausscheiden.

nis/dpa-afx

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