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14.11.2012
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Branchenkrise
Solarworld erleidet nächsten Umsatzeinbruch

Solarzellen von Solarworld: Nochmals deutlicher Umsatzrückgang
dapd

Solarzellen von Solarworld: Nochmals deutlicher Umsatzrückgang

Für Solarworld sieht düster aus: Der einstige Branchenprimus verbuchte in den ersten neun Monaten trotz Absatzsteigerungen einen Umsatzeinbruch und tiefrote Zahlen. Um gegenzusteuern, will Solarworld sein Sparprogramm ausweiten.

Bonn - Solarworld, Das einstige Vorzeigeunternehmen der deutschen Solarbranche, gerät immer stärker in den Abwärtsstrudel der gesamten Solarbranche. Wegen des anhaltenden Preisverfalls rutschte das im TecDax Chart zeigen notierte Unternehmen im dritten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 68,7 Millionen Euro, wie die Gesellschaft am Mittwoch in mitteilte. Vor einem Jahr hatte Solarworld 11 Millionen Euro Verlust ausgewiesen.

Der Umsatz sackte um gut 41 Prozent auf 128,8 Millionen Euro ab. Operativ (Ebit) stand ein Verlust von knapp 46 Millionen Euro zu Buche, nach einem Gewinn von 19,2 Millionen vor einem Jahr. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen deutlich sinkenden Umsatz sowie einen hohen operative Verlust. Um gegenzusteuern, will Solarworld sein Sparprogramm ausweiten.

Der jetzige Umsatzeinbruch fällt noch drastischer aus, als es Experten im Vorfeld ohnehin befürchtet hatten. Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) beispielsweise erwarteten einen Umsatzrückgang von mehr als einem Drittel auf 151 Millionen Euro. Operativ (Ebit) erwarteten sie einen Verlust von 50 Millionen Euro nach einem Gewinn von 20,6 Millionen Euro vor einem Jahr. Unter dem Strich dürfte ein Verlust von 53 Millionen Euro stehen, nach einem Fehlbetrag von neun Millionen Euro im dritten Quartal 2011. Belastungen erwarteten die LBBW-Experten durch "enorme" Zinszahlungen.

Bereits im Vorquartal hatten hohe Abschreibungen den Konzern schwer belastet. Zudem litt er unter neuen Einschnitten bei der deutschen Solarförderung und dem harten Wettbewerb vor allem mit den chinesischen Herstellern. Solarworld wehrt sich mit Anti-Dumping-Klagen in den USA und Europa gegen die Konkurrenz.

Die Hoffnung auf einen operativen Gewinn musste Vorstandschef Frank Asbeck im August aufgeben. Zuvor hatte sich Solarworld noch relativ stabil gehalten, während zahlreiche Konkurrenten wie Q-Cells und Solon Insolvenz anmelden mussten. Das Unternehmen versucht nun mit einem Sparprogramm gegenzusteuern. An seinem Hauptproduktionsstandort im sächsischen Freiberg will das Unternehmen bis zum Jahresende rund 300 Stellen streichen.

kst/dpa-afx

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